CH-Schluss: Kaum verändert – Übernahmegerücht bei Swiss Life

In der letzten Handelsstunde rückten Swiss Life ins Zentrum des Interesses. Das Gerücht, der deutsche Versicherungskonzern Allianz sei an einer Übernahme der Swiss Life interessiert, liess den Kurs in die Höhe steigen.


Die Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA blieben ohne grösseren Einfluss auf das Handelsgeschehen. Der Geschäftsklimaindex ist im Dezember weiter angestiegen, während die Einzelhandelsumsätze im November unerwartet gesunken sind. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung ist nur geringfügig gestiegen.


Der SMI sank 0,06% auf 6’555,36 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg dagegen um 0,38% auf 1’023,40 Stellen und der breite Gesamtmarkt, gemessen am SPI, verlor um 0,05% auf 5’658,44 Punkte.


Swiss Life (+4,3%) schnellten nach den am Markt kursierenden Gerüchten, die Allianz sei an einer Übernahme interessiert, in die Höhe. «Wir kommentieren Marktgerüchte nicht», erklärte ein Swiss Life-Sprecher auf Anfrage von AWP. Die Spekulation habe scheinbar einige Investoren zu Zukäufen verleiten lassen, meinte ein Händler. Das gleiche Gerücht sei bereits in der Vergangenheit am Markt herumgereicht worden. ZFS (-1,4%) und Swiss Re (-1,0%) gingen dagegen mit Verlusten aus dem Handel.


Die Aktien der Grossbanken UBS (+0,3%) und Credit Suisse (+4,0%) zeigten sich auf der Gewinnerseite. Julius Bär (-1,2%) lagen im Angebot.


Zu den Spitzenreitern im SMI/SLI zählten Adecco (+2,9%). Die Titel profitierten von einem positiven Kommentar der Credit Suisse, die die Abdeckung des Titels mit dem Rating Outperform und einem Kursziel von 68 CHF startet. Der Personaldienstleister werde im angelaufenen Jahr von sich verbessernden Stellenmärkten profitieren, so die Analysten.


Aufschläge verzeichneten auch SGS (+0,5%). Merrill Lynch erhöhte das Kursziel auf 1’300 CHF und verweist auf höhere Erwartungen bezüglich dem organischen Wachstum. Das Rating Underperform wurde bestätigt.


ABB (+1,3%) legten zu, nachdem die Analysten von JP Morgan das Rating auf Overweight (Neutral) erhöht und das Kursziel auf 24 (22,50) CHF nachgezogen haben. Ausserdem hat ABB in China einen Auftrag über 48 Mio USD erhalten. Berichte über eine angebliche Schiesserei in einer US-Fabrik des Konzerns belasteten hingegen den Kurs nicht.


Die Pharmatitel Novartis (-0,7%) und Roche (-0,8%) gehörten dagegen zu den Titeln mit den grössten Verlusten. Nachrichten gab es dazu aber keine. Am Vortag waren die Papiere unter Investoren allerdings gesucht gewesen.


Nestlé (-1,1%) standen ebenso auf der Verliererseite und setzten damit den Abwärtstrend der vergangenen Tage fort.


Mit die grössten Abgaben im SMI/SLI verzeichneten Logitech (-2,0%). Marktkreise verwiesen dabei auf die unter den Erwartungen ausgefallenen und nachgebenden Detailhandelsumsätze im November in Deutschland. Dies verunsichere stark, so ein Marktteilnehmer.


In der zweiten Reihe legten Evolva (+76,9%) weiter zu. Der Titel profitiert sei Anfang Jahr von der Bekanntgabe der Forschungszusammenarbeit mit Roche. Die grössten Verlierer blieben die Titel von OTI Energy (-15,9%).


Swiss Prime Site (Aktie -0,1%) refinanziert ihre im Februar 2010 fällige fünfjährige 2%-Wandelanleihe von ursprünglich 170 Mio CHF und lanciert dafür eine neue fünfjährige Wandelanleihe über maximal 300 Mio CHF. Zudem will das Immobilienunternehmen die finanzielle Flexibilität erhöhen. (awp/mc/pg/28)

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