CH Soziale Sicherheit in flexiblem Arbeitsmark im internationalen Vergleich gut

Gegenstand der Studie ist das in der EU intensiv diskutierte Konzept «Flexicurity». Es will flexible Anstellungen mit einer sinnvoll gestalteten sozialen Sicherheit verbinden, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft oder das finanzielle Gleichgewicht des Systems zu gefährden.


Schweiz ein gutes Zeugnis ausgestellt 
Der vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in Auftrag gegebene Bericht stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Mit ihrem relativ flexiblen Arbeitsmarkt und der verhältnismässig gut ausgebauten sozialen Absicherung sei die Schweiz geradezu «ein klassisches Beispiel eines Flexicurity-Systems».


Befristete Anstellungen, Temporärarbeit und Teilzeitarbeit haben zugenommen
Die atypischen Arbeitsverhältnisse haben sich 2000 bis 2006 unterschiedlich entwickelt. Zugenommen haben die auf über drei Monate befristeten Anstellungen, die Temporärarbeit und die Teilzeitarbeit, während besonders problematische Verträge wie die Arbeit auf Abruf ohne garantierte Stundenzahl zurückgingen. Laut der Studie bietet das Schweizer Sozialversicherungssystem – obschon es noch Lücken hat – auch für die unkonventionellen Arbeitsverhältnisse eine gute Deckung. Dies sei vorab darauf zurückzuführen, dass jedermann der AHV, der IV und der Krankenversicherung unterstellt ist.


Flexibilität und Sicherheit
Bezüglich Flexibilität und Sicherheit sei «die derzeitige Situation unproblematisch», schreibt BSV-Direktor Yves Rossier im Vorwort zur Studie. Ein Systemwechsel dränge sich deshalb nicht auf. Flexicurity sei aber ein hilfreicher Wegweiser für weitere Verbesserungen – vor allem zugunsten sozial schwacher Gruppen. (awp/mc/gh)

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