CH-Verlauf: Etwas leichter – Gewinnmitnahmen belasten

Kaum Einfluss auf das Börsengeschehen hat der ifo-Index. Das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands hat sich im September weiter aufgehellt, allerdings nicht so stark wie erwartet.


Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 12.05 Uhr um 0,40% auf 6’324,49 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,49% auf 977,28 Zähler, der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,40% auf 5’464,55 Punkte.


Die deutlichsten Verluste im SMI verbuchen weiterhin Adecco (-2,5%) Das Aktienresearch von Morgan Stanley hat das Kursziel zwar auf 47 CHF von bisher 46 CHF erhöht. Das Rating bleibt jedoch weiterhin auf «Underweight».


Mehr als der Gesamtmarkt reduzieren sich UBS (-1,2%), während CS 0,3% und Julius Bär 0,4% nachgeben. Die Festsetzung des Ausgabepreises im Börsengang der US-Asset Management-Tochter Artio Global Investors, der mit 26 USD am oberen Rand der Erwartungen lag, vermochte der Aktie keine grossen Impulse zu geben. Die Anleger erhoffen sich weitere Angaben am morgigen Investors Day. Gut informierten Quellen zufolge ist Julius Bär zudem nicht mehr am Private-Banking-Geschäft von ING in Asien interessiert.


Die Versicherungswerte zeigen sich nach einer einheitlichen negativen Tendenz im frühen Handel mittlerweile uneinheitlich. Swiss Life steigen 0,1%, während Swiss Re 0,5% und ZFS 0,9% nachgeben.


Die Börsenschwergewichte Nestlé (-0,4%), Novartis (+0,2%) und Roche (-0,3%) zeigen sich ebenso uneinheitlich. Die jüngsten Unternehmensnachrichten haben dabei wenig Einfluss auf die Kurse. Die Roche-Tochtergesellschaft Chugai hat von den japanischen Behörden die Zulassung für Xeloda für eine weitere Indikation erhalten. Die Novartis-Generika-Division Sandoz hat die Akquisition des österreichischen Generikaherstellers EBEWE Pharma abgeschlossen.


Dies verlautete aus Händlerkreisen. Besser als der Gesamtmarkt präsentieren sich unterdessen Actelion (+0,6%). Merrill Lynch stuft die Titel auf «Buy» von «Neutral» hoch. Nobel Biocare (+0,7%) profitieren ebenso von einer Hochstufung. GS erhöht die Titel von «Neutral» von bisher «Sell». Das Kursziel des Branchennachbarn Straumann (+1,0%) wird von GS auf 327 (271) CHF angehoben und bei Sonova (-2,7%) einem weiteren Medtechunternehmen erhöht GS das Kursziel auf 115 (94) CHF, wobei das «Neutral»-Rating bekräftigt wird.


SGS (+0,4%) wird von Morgan Stanley auf «Equal-Weight» von «Underweight» erhöht. Der neben SGS zweite SMI-Neuling Lonza gibt derweil um 0,1% nach und baut somit die Verlauste vom frühen Geschäft ab.


Petroplus (+1,9%) – Spitzenreiter unter den SLI-Werten – wird von Merrill Lynch auf «Buy» («Neutral») hochgestuft. Die US-Bank nimmt die Titel zudem in ihre die «Europe 1»-Liste auf. Die Aktie trotzte damit den befürchteten Kurskonsequenzen aus der Kapitalerhöhung. Offenbar sei die Investorenkommune zusehends vom raffinierten Geschäftsmodell überzeugt und zuversichtlich, dass die erfolgreiche Refinanzierung der Schulden ein Befreiungsschlag darstellt, schreiben die Experten von Wegelin.


In der zweiten Reihe gibt sich Kuoni (+3,7%) eine neue Konzernstruktur. Die Gruppe werde von einer dezentralen Organisation in eine funktionale Struktur überführt. Zudem hat Sika (-0,1%) über ihre chinesische Tochtergesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung an der Jiangsu TMS Admixture Co Ltd. erworben. Nach Ansicht von Wegelin ist der Zukauf nur von geringer Grösse und deshalb kaum kurswirksam.


Arbonia Forster (+0,9%) profitieren von einen Grossauftrag aus der Türkei im Volumen von rund 10 Mio CHF. (awp/mc/ps/18)

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