CH-Verlauf: Gewinne ausgebaut – UBS heben ab

Der SMI befinde sich weiter auf Erholungskurs, heisst es im technischen Kommentar der Credit Suisse. Die Analysten sehen die nächsten Widerstände bei 8’525 und 8’660 Punkten. Mittelfristige scheine der SMI-Abschwung den Boden gefunden zu haben, so der Kommentar weiter. Es sei schon gut, wenn die Kurse gar nicht mehr sinken, meinen die Charttechniker der Deutschen Bank. Ein Zeitgewinn in der Bodenbildung und wesentliche qualitative Zugewinne würden mittelfristig ein Überwinden der Marke bei 8’540/60 Punkten ermöglichen.


Bis um 12.00 Uhr gewinnt der Swiss Market Index (SMI) 93,16 Punkte oder 1,10% auf 8’524,26 Punkte. Der Swiss Leader Index (SLI) steigt um 1,16% auf 1’274,36 Punkte und der Swiss Performance Index um 1,06% auf 6’899,13 Punkte.


Bei den Bluechips haben UBS (+5,2% auf 53,80 CHF) die Avancen des frühen Handels ausgebaut und führen nach wie vor die Tabelle an. Die CS hat das UBS-Rating auf ‹Outperform› (‹Neutral›) angehoben. Die Titel seien günstig bewertet, heisst es im Kommentar. Die Aktien der CS (+3,0% auf 65,30 CHF) gehören ebenfalls zu den grössten Gewinnern. Die Branche scheint nach der Finanzspritze von Abu Dhabi bei der Citigroup an Vertrauen zurückgewonnen haben.


Festere Kurse sind auch bei den Versicherungswerten ZFS (+2,1% auf 319,75 CHF) und Swiss Life (+1,9% auf 306,25 CHF) zu sehen. ZFS profitieren dabei von einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs. Dagegen hat die US-Investmentbank die Bâloise-Titel (-0,4% auf 105,90 CHF) auf ‹Sell› von ‹Neutral› gesenkt.


Im breiten Markt werden in der Branche Helvetia (+4,8% auf 375,00 CHF) von Übernahmegerüchten getragen. Am Markt wird der deutsche Versicherungskonzern Munich Re als möglicher Käufer angegeben. In Analystenkreisen werden die Marktspekulationen allerdings als abwegig beurteilt.


Zu den grössten Gewinnern im SLI gehören nebst den bereits erwähnten Aktien auch noch Logitech (+3,9%), OC Oerlikon (+2,9%) oder Syngenta (+3,7%).


Auf der Gegenseite drückt das Pharmaschwergewicht Roche (-0,7% auf 210,50 CHF) auf den Index. Einer Sektorstudie des US-Brokerhauses Lehman Brothers zu Folge müssen die Pharmaunternehmen in Zukunft mit erhöhtem Preisdruck rechnen. Novartis hat dagegen die frühen Verluste abgebaut und tendieren unverändert auf 62,70 CHF. Vorbörslich hat Novartis zwar über die Zulassung vom Gleevec Nachfolger Tasigna durch die EMEA informiert.


Die grössten Verluste gehen im SLI auf das Konto von Petroplus (-1,7%) und Adecco (-1,3%). Dabei dürften Adecco unter den Sorgen von einer möglichen Rezession in den USA leiden. Clariant (-0,4%) haben die Abgaben des frühen Handels eingegrenzt. Der weltgrösste Hersteller von Akrylfarbeningredienzen, Rohm & Haas Co, hat erklärt, dass der Gewinn des vierten Quartals unter den Erwartungen ausfallen dürfte.


Im breiten Markt steigen Newron um 7,8%, nachdem das italienische Pharmaunternehmen mit dem Partner Merck Serono für Safinamide bei Parkinson eine Phase-III-Studie gestartet hat. SEZ legen um 6,7%, Sulzer um 4,5% und Sonova um 4,1% zu. (awp/mc/pg)

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