China beteiligt sich an Rohstoffkonzern Rio Tinto

Die Bank habe sich mit einem Anteil von rund einem Prozent eingekauft, berichtete die Zeitung «The Times» am Montag. Die Berichte heizten Gerüchte an, dass China die angepeilte Megaübernahme von Rio Tinto durch die weltgrösste Minengesellschaft BHP Billiton vereiteln wolle, um seinen Einfluss auszuweiten. Ein Zusammenschluss von Rio Tinto und BHP Billiton würde deren Verhandlungsmacht über Preise stärken. Das boomende China verbraucht weltweit am meisten Eisenerz.


Eine der grössten Übernahmen der Welt
BHP Billiton hatte vergangene Woche mitgeteilt, Rio Tinto für 67 Milliarden Pfund (rund 95,5 Mrd Euro) übernehmen zu wollen. Das wäre eine der grössten Übernahmen der Welt. Rio Tinto hatte das reine Aktien-Gebot als «lächerlich» abgelehnt. Der Wert des möglichen neuen Grosskonzerns wird auf rund 350 Milliarden Dollar geschätzt. Nach Medienberichten hat sich BHP Billiton ein Finanzierungspaket von 70 Milliarden US-Dollar (48 Mrd Euro) gesichert. Die chinesische Bank hatte im Sommer einen Anteil an der britischen Grossbank Barclays erworben, als diese im Übernahmekampf um die niederländische Konkurrenz ABN Amro Holding steckte. (awp/mc/th)

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