Chodorkowski in der Schweiz angezeigt

Hansjürg Mark Wiedmer, Sprecher der Bundesanwaltschaft, bestätigte einzig die Eingabe der Anzeige. Gemäss Wiedmer soll diese bereits Ende 2003 erfolgt sein. Der BA-Sprecher machte keine weiteren Angaben zum Fall. Unter anderem bleibt somit unklar, ob Konten in der Schweiz in diesem Zusammenhang blockiert worden sind.


Vorwurf der Geldwäscherei
Eingereicht haben die Anzeige der ehemalige Schweizer Bankier André Strebel und der luxemburgische Financier Ernest Backes, wie die Westschweizer Zeitung «Le Courrier» berichtet. Die beiden werfen dem russischen Ölmagnaten und zwei seiner Partner Geldwäscherei und die Unterstützung einer kriminellen Organisation vor.


Dutzende von Millionen Dollar abgezweigt
Gemäss «Le Courier» beschuldigen Strebel und Backes den in Moskau inhaftierten Milliardär Chodorkowski, beim Kauf der auf Titan spezialisierten Gesellschaft Avisma durch seine Bank Menatep Dutzende von Millionen Dollar abgezweigt zu haben, unter anderem in die Schweiz.


Hausdurchsuchungen
In vier Kantonen hatte die Bundeskriminalpolizei (BKP) am Donnerstag Firmen durchsucht, gegen die in der Yukos-Affäre ermittelt wird. Damit kam die Schweiz einem Rechtshilfegesuch der russischen Justiz nach, wie die BA bekannt gab.


Gesuch um Rechtshilfe
Die russische Justiz hatte im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen mehrere Personen in der Affäre um den Ölkonzern Yukos im August 2003 die Schweizer Behörden um Rechtshilfe ersucht.


Gelder über Schweizer Firmen und Bankkonten geflossen?
Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, in betrügerischer Art mit Düngemitteln, Öl- und Ölprodukten gehandelt zu haben. Zudem besteht der Verdacht, dass Gelder über Schweizer Firmen und Bankkonten geflossen sind. (scc/pds)

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