COS im 1. Halbjahr mit Konzernverlust von 0,4 Mio. Franken

Der Umsatz brach in der Berichtsperiode um beinahe 50% auf 27,1 (VJ 53,4) Mio CHF ein, der Bruttogewinn lag mit 2,7 (4,0) Mio CHF rund 32% unter Vorjahr. Auf Stufe EBIT resultierte für das fortgeführte Geschäft ein Verlust von 0,7 (0,2) Mio CHF. Davon entfällt auf das Geschäftsfeld Memory ein Betriebsverlust von 0,3 Mio CHF (VJ +0,8 Mio). Im Geschäftsbereich Corporate reduzierte sich der Betriebsverlust auf 0,4 (0,9) Mio CHF.


Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses schliesst das fortgeführte Geschäft mit einem Verlust von 0,7 (0,4) Mio CHF. Aus dem nichtfortgeführten Geschäft resultierte ein Gewinn von 0,3 (0,1) Mio CHF, hauptsächlich dank der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen. Unter dem Strich ergab sich somit ein Reinverlust von 0,4 (0,3) Mio CHF.


Umsätze «markant tiefer»
In erster Linie habe der gegenüber dem Vorjahr «markant tiefere Umsatz» zu diesem enttäuschenden Ergebnis geführt, kommentiert das Unternehmen. Durch Kosteneinsparungen und aufgrund von positiven Ergebniseffekten aus dem nicht fortgeführten Geschäft schneide die Gruppe jedoch «nur leicht schlechter» ab als in der Vorjahresperiode.


Nettoliquidität bei 7,9 Mio. Franken
Die Bilanzsumme der Gruppe reduzierte sich gegenüber dem Jahresende um rund 13% auf 22,3 (25,7) Mio. Die Eigenkapitalquote liegt Ende Juni bei 62,9% (31.12.2008: 55,7%). Per 30. Juni 2008 verfügt die Gruppe nach Abzug der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten über eine Nettoliquidität von 7,9 Mio CHF.


Erstmals weniger COS Memory verkauft
Erwartungsgemäss sei die Situation im Speichermarkt weiterhin sehr anspruchsvoll, so das Unternehmen. Zwar habe der Marktaustritt eines grossen Herstellers sowie die Schliessung von Chip-Fabriken von anderen Produzenten zu einer leichten Entspannung in der Preisentwicklung geführt, dennoch seien die verkauften Stückzahlen bei der COS Memory erstmals rückläufig und um rund 30% unter dem Vorjahreswert ausgefallen.


Wirtschaftskrise und Verlust eines wichtigen Distributionsvertrages
Der Nachfragerückgang begründe sich einerseits durch die auch im Speichermarkt feststellbare Wirtschaftskrise, andererseits aber auch durch Marktanteilsverluste, welche insbesondere auf den Verlust eines wichtigen Distributionsvertrages Ende 2008 zurückzuführen sei, so das Unternehmen. Der neu formierten Geschäftsleitung sei es im Juli aber gelungen, den Distributionsstatus dieses Herstellers wieder zu erlangen. Damit und durch die Neubesetzung einzelner Schlüsselpositionen sollte verlorenes Terrain wieder zurückgewonnen werden können.


«Ansprechenderes» 2. Halbjahr erwartet
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr äussert sich das Unternehmen vorsichtig. Obwohl Analysten des Memorymarktes mittelfristig weiterhin von einer Markterholung ausgingen, dürfe man sich für das zweite Halbjahr 2009 noch keine wesentliche Verbesserung erhoffen, heisst es. Trotzdem erwarte das Unternehmen im traditionell stärkeren zweiten Halbjahr für den Geschäftsbereich Memory «ein ansprechenderes Ergebnis» als in der Berichtsperiode, auch wenn eine Rückkehr in die Gewinnzone für das gesamte Jahr 2009 nicht erwartet werden dürfe. Aufgrund der eingeleiteten Massnahmen ist das Management der Auffassung, dass die COS Memory für die Zukunft gut positioniert sei und bei Erholung des Memorymarktes wieder einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis beisteuern werde.


Erwartungsgemäss präsentierten sich der Gruppe aufgrund der Entwicklungen an den Finanzmärkten aktuell «einige interessante Chancen für eine strategische Neuausrichtung», heisst es weiter. Bis zu welchem Zeitpunkt ein Projekt realisiert werden könne, sei derzeit aber noch nicht abschätzbar. (awp/mc/pg/11)

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