Credit Suisse: Immobilienpreise in den Golf-Emiraten werden weiter fallen

Von Gérard Al-Fil
Während Schweizer Investoren aus Inflationsängsten und Euro-Konjunktursorgen in der Heimat bevorzugt Sachwerte, sprich Rohstoffe und Immobilien erwerben, herrscht am Persischen Golf weiter Käuferstreik.


CS-Analytiker Ahmed Badr sagt in der Studie «MENA Real Estate Outlook», die Immobilienpreise im Golf-Emirat Dubai könnten noch einmal um 15 ? 20 Prozent fallen. Bereits zu Beginn 2010 wurden die meisten Objekte im Vergleich zum Sommer 2008 mit Abschlägen von über 60 Prozent gehandelt. Zum Kauf stehen Villen ab 250,000 Dirham (78,600 Franken) bereit.

 

Wer bietet weniger?
Feilschen ist erlaubt: «Die Emirate sind ein Käufer- bzw. Mietermarkt geworden», sagt Immobilienexperte Michael Rennschmied, Managing Director der Consulting-Firma Men and Architecture in Dubai. Mietinteressenten erhalten das Mobilar gleich dazu. Beispiel: Eine möblierte 4-Zimmer-Villa auf der Insel Plam Jumeirah gibt es jetzt schon für 37,500 Dirham oder umgerechnet 11,800 Franken im Monat.

 

Mit Verzögerung wird auch die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und Dubais westliches Nachbarscheichtum Abu Dhabi von einer Leerstandswelle betroffen sein, schätzt der CS-Analyst. Weil in «AD» neue Wohneinheiten fertig gestellt würden, verringere sich der Preisabstand zu Dubai.

Positiv für die Ferienmetropole Dubai bemerkt Analyst Badr, dass sich die Hotelauslastung im ersten Quartal 2010 auf vier Fünftel verbessert habe. 2009 lag dieser Wert für das Gesamtjahr bei 69 Prozent.

 

CS: Immobilienaktien keine Kursraketen
Für die Aktien der grössten Immobilienentwickler in Dubai und Abu Dhabi, Emaar Properties und Aldar, setzt die CS ihre Kursziele um 6 Fis auf 5,19 Dirham respektive um über 50% (!) auf 4,08 Dirham herab. Emaar-Papiere schlossen am Donnerstag 3. Juni bei 3,15 Dirham, knapp 20 Prozent unter dem Preis von vor vier Wochen. Die Titel von Aldar Properties gewannen am Donnerstag 2,94 Prozent und pendeln derzeit um 3,16 Dirham. Das sind 19 Prozent weniger seit Ausbruch der Euro-Krise Anfang Mai.

 

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