Cytos erwartet «mehr als 600 Mio Franken» aus Allergie-Impfstoff-Deal

Dies sagte CEO Wolfgang Renner in einem Interview mit der «Handelszeitung» mit Bezug auf das gesamte Ertragspotenzial aus dem Asthma-Impfstoff. «Das Ziel ist sicher höher gesteckt als beim bestehenden Vertrag mit Novartis, insbesondere hinsichtlich der ersten Tranche, aber auch des Gesamtbetrags», so der CEO weiter. Üblich seien 10-20% des Umsatzes während der gesamten Laufzeit des Patentes, im Fall des Asthmaproduktes also bis 2026. Aus dem Partnerschaftsvertrag mit Novartis für eine Raucher-Stopp-Impfung flossen Cytos in einer ersten Tranche 35 Mio CHF zu.


«Asthma kommerziell viel interessanter als Heuschnupfen»
«Wir sind schon im Gespräch mit grossen Pharmaunternehmen, seit die positiven Ergebnisse der Phase-IIb-Studie für QbG10 gegen Heuschnupfen bekannt sind. Aber aus kommerzieller Sicht ist Asthma natürlich eine viel interessantere Indikation als Heuschnupfen, weil beim Asthma die Beeinträchtigung der Lebensqualität und die Behandlungskosten viel höher sind», bestätigt der CEO frühere Aussagen. Cytos habe so bewusst auf die Asthmadaten gewartet, um beim Verkauf einen besseren Deal machen zu können.


Wandelanleihen im Februar zur Rückzahlung fällig
Mit Blick auf die zur Ablösung anstehende Wandelanleihe sagte der CEO: «Wir müssen sicherlich vor Februar 2012 weiteres Einkommen generieren, weil wir zu diesem Zeitpunkt Wandelanleihen zurückzahlen müssen. Die Wahrscheinlichkeit ist dank dieser neuen Studiendaten hoch, dass uns das gelingt.» QbG10 wirke «hervorragend» gegen allergisches Asthma, wie eine kürzlich abgeschlossene Phase-II-Studie zeige, bestätigte der CEO im Mai gemachte Aussagen. Die Studiendaten «sind sehr viel wert, denn das Studienresultat ist in seltener Art und Weise eindeutig. Alle drei untersuchten klinischen Parameter haben sich gegenüber dem Plazebo hoch signifikant verbessert. Es scheint sogar, dass wir einen besseren Effekt erzielen als die heutige Standardbehandlung mit inhaliertem Kortison.»


Advair, Seretide oder Symbicort unter verschärfter Beobachtung
Zu den heutigen Standardbehandlungen gehören Therapien mit Advair, Seretide oder Symbicort, die zusammen ein Jahresumsatz-Volumen von über 10 Mrd USD erreichen, heisst es weiter. Existierende Behandlungsformen seien im Februar von der US-Gesundheitsbehörde FDA unter verschärfte Beobachtung gestellt worden, nachdem bekannt geworden war, dass sich mit der Behandlung die zugrunde liegende Erkrankung noch verschlimmere, so die «HaZ». (awp/mc/ps/08)

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