Daimler-Chef Zetsche mit ehrgeizigen Absatzzielen

«Wir haben uns nicht darauf beschränkt, in der Krise den Kopf über Wasser zu halten. Wir haben strategisch weiter unsere Hausaufgaben gemacht.» Vor dem Aktionärstreffen hatten sich Konzerngegner als «Sensenmänner» verkleidet und dem Management vorgeworfen, aus Profitgier Arbeitsplätze zu vernichten. Für den Gesamtmarkt rechnen die Stuttgarter für 2010 mit einer Steigerung der Personenwagenverkäufe von drei bis vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2009 war der Absatz der Daimler-Pkw-Sparte in der weltweiten Autokrise um 14 Prozent auf 1,1 Millionen Autos zurückgegangen. Insgesamt gab es beim Konzernabsatz einen deutlichen Rückgang um ein Viertel auf 1,6 Millionen Fahrzeuge.


Ergebnisziel 2010 bekräftigt 
Der Vorstandschef bekräftigte sein Ziel für das laufende Jahr, ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 2,3 Milliarden Euro einzufahren. Im Vorjahr war beim EBIT ein Fehlbetrag von 1,5 Milliarden Euro angefallen. Unter dem Strich verbuchte der Dax- Konzern sogar ein Minus von 2,6 Milliarden Euro (2008: plus 1,4 Milliarden Euro). Wegen der roten Zahlen will Daimler in diesem Jahr keine Dividende ausschütten. Im Vorjahr hatten die Aktionäre eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie erhalten. Für 2010 stellte Zetsche eine Ausschüttung von 40 Prozent des Konzernergebnisses in Aussicht.
(awp/mc/ps/09)

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