Deutsche Bank Research: „VAE-Bankensektor stark trotz Börsenbaisse“

von Gérard Al-Fil


 


Mit Anlagen (Total Assets) in Höhe von 174 Milliarden Dollar ist der Bankensektor der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) der zweitgrösste in den Golfstaaten (nach Saudi-Arabien mit 199 Mrd.). In den VAE gibt es 46 Banken, 21 lokale und 25 ausländische.


 


Bedenken nach dem Börsencrash


Nach dem „Turbo-Jahr“ 2005, als die Börsenindizes sich verdoppelten und das Verhältnis vergebener Kredite zum Bruttoindlandsprodukt (BIP) auf 73% anstieg (der Emerging Market-Durchschnitt liegt bei 53%), sprachen nicht nur die Analysten der Nomura Bank in Bahrain von einer „Grossen Arabischen Seifenblase“ – Vergleiche mit der Situation vor der Asienkrise Ende der Neunziger Jahre machten die Runde. Jetzt hat die Deutsche Bank in einer Marktstudie Entwarnung gegeben.


 


„Banken bleiben auf Wachstumspfad“


Das anteilige Kreditvolumen, das in einem Zusammenhang mit dem Kapitalmarkt stehe, liege bei 10% und sei dem obersten Ende der High Net Wort Indivuals (Ultra-HNWI) zuzuschreiben. Es stelle deshalb kein hohes Rsiko für die Banken dar, denn notleidende Kredite machten nur 2% aller Kredite aus. Ausserdem hätten die Finanzinstitute ihre Produkpalette im Retail-, Private- und im Islamic Banking erheblich weiterentwickelt und könnten deshalb weiterhin ein solides Gewinnwachstum vorweisen. Die jüngst berichteten Jahreszahlen der National Bank of Ras al Khaimah (Nettogewinn 2006: +40%), oder der Dubai Islamic Bank (+47%) stützen zwar die Einschätzung der Deutsche Bank-Analysten, doch hat beispielsweise die stark in die Aktienmärkte investierte Commercial Bank International einen Gewinneinbruch von 96% erlitten. Es bleibt somit abzuwarten, wie die Zahlen der Berichtsperiode 2006 aller Banken ausfallen werden.

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