Deutsche Post zieht bei US-Express die Reissleine – Schulterschluss mit UPS

Diesen mit UPS geplanten Schulterschluss hatte der Aufsichtsrat zuvor genehmigt, teilte die Post mit. Das Ziel für das Konzern-EBIT schraubt die Post von 4,2 auf 4,1 Milliarden Euro herunter. Zudem gibt die Post erstmals seit Jahren Zahlen für Express USA preis. Für 2008 peilen die Bonner einen EBIT-Verlust vor Einmalposten von 1,3 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Kosten für die Umstrukturierung bezifferte die Post mit bis zu zwei Milliarden Dollar.


Verzicht auf Komplettabdeckung
Damit bleibt der Post im weltgrössten Expressmarkt, verzichtet aber darauf, die Komplettabdeckung allein zu gewährleisten. Jährlich will die Post so 640 Millionen Euro einsparen. Für dieses Jahr verringert die Post die EBIT-Prognose für den gesamten Expressbereich von 500 auf 400 Millionen Euro vor Einmalposten. Konzernchef Frank Appel zeigte sich trotz des Rückzugs und der hohen Verluste optimistisch. «Ich bin zuversichtlich, dass wir im besten Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und Investoren den Weg für eine nachhaltige Entwicklung unseres Express-Geschäfts in den USA gefunden haben», sagte Appel. Auch im Bodentransport will die Post zurückstecken. Das Transportnetz soll in der Kapazität wegen geringer Nachfrage um 30 Prozent zurechtgestutzt werden.


Auswirkungen auf Gewinn im kommenden Jahr
Die Zusammenarbeit mit UPS wird voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen und wird auf zehn Jahre veranschlagt. Erste Ergebnisse des Umbaus sollen sich schon im kommenden Jahr positiv auf den Gewinn niederschlagen. Die Post gibt die Luftfracht ab, hält aber wider Erwarten am Kurier- und Strassennetzwerk fest. Ziel sei es nun, das Transportnetz gesundzuschrumpfen. Dabei setzt die Post auf Zusammenlegung und Schliessung kleinerer Standorte wie Sortierzentren.


Entschlackte Abhol- und Lieferrouten
Zudem will die Post die Effizienz mit entschlackten Abhol- und Lieferrouten und besseren Personaleinsatzplänen verbessern. In der Fläche will die Post nicht mehr mit bisheriger Präsenz vertreten sein, sondern in weniger dicht besiedelten Gebieten das Netz ausdünnen. (awp/mc/pg)

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