Deutschland forciert Bahnzubringer in die Schweiz

Das deutsche Bundesministerium für Verkehr hat am 27. Oktober über den Investitionsrahmenplan 2006 bis 2010 entschieden und dabei den NEAT-Zubringer im Rheintal als Vorrangprojekt klassiert. Ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Verkehr (BAV) nannte dies «beruhigend»; damit habe man frühere mündliche Zusagen nun schwarz auf weiss.

Damoklesschwert
Laut BAV hingen Sparprogramme der früheren Deutschen Regierung als Damoklesschwert über dem Ausbau der Rheintalstrecke, einer Hauptachse im europäischen Nord-Süd-Bahnverkehr. Deren Ausbau sei zwar schon lange als wichtig im Verkehrsplan gestanden, aber noch nicht im Finanzplan. Um die konkrete Gleisführung wird indes noch heftig gestritten.


Fertigstellung der in Bau befindlichen Vorhaben
Gemäss einem Communiqué des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gibt Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee beim Aus- und Neubau der «zügigen Weiterführung und Fertigstellung der in Bau befindlichen Vorhaben» Vorrang. Nahezu zwei Drittel aller Verkehrsinvestitionen werden für Ersatz und Erhaltung verwendet.  Nicht zufrieden ist der VÖV damit, dass die Elektrifizierung der Strecke von der Schweiz nach München nicht in die Vorrangliste aufgenommen wurde. Dazu müsste wohl neben der Schweiz auch das Bundesland Bayern Mittel einschiessen, schätzt der Verband. Dies sei derzeit unsicher. (awp/mc/gh)

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