Deutschland: Industrieaufträge brechen im September überraschend ein

Im Vormonat waren die Auftragseingänge noch um 3,5 Prozent gestiegen, nachdem in der Erstschätzung noch ein Anstieg um 3,6 Prozent ermittelt worden war. Der Anstieg im August war laut Wirtschaftsministerium noch durch Grossaufträge und Ferientage überhöht. Zuvor waren die Auftragseingänge acht mal in Folge gefallen. Die Aussichten für die Industrieproduktion bleiben laut Wirtschaftsministerium in den kommenden Monaten «stark eingetrübt». «Insgesamt setzt sich der seit Dezember 2007 zu verzeichnende Rückgang der Auftragseingänge verstärkt fort.»


Auslandsnachfrage drastisch zurückgegangen
Besonders stark ging die Nachfrage aus dem Ausland zurück. Sie sank um 11,4 Prozent, während die Inlandsnachfrage um 4,3 Prozent fiel. In den einzelnen Industriesektoren brachen die Aufträge vor allem bei den Investitionsgütern besonders deutlich ein. Sie sanken um 11,0 Prozent. Bei den Produzenten von Vorleistungen sank das Auftragsvolumen um 5,4 Prozent und bei den Konsumgüterproduzenten um 1,5 Prozent. Im Zweimonatsvergleich (August/September gegenüber Juni/Juli) sanken die gesamten Auftragseingänge unterdessen um 1,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich (August/September) gaben die Bestellungen um 5,0 Prozent nach. Auf Jahressicht gingen die Auslandsaufträge kräftig um 8,1 Prozent zurück, während die Inlandsaufträge um 1,7 Prozent sanken. (awp/mc/ps/19)

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