Deutschland: Verarbeitendes Gewerbe weiter auf Talfahrt

Der Inlandsumsatz nahm im April um 17,3 Prozent ab, während der Auslandsumsatz um 29,8 Prozent einbrach. Im Vergleich zum Vormonat sank der reale Umsatz im April saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,8 Prozent, nachdem im Vormonat erstmals seit August 2008 wieder ein Anstieg verzeichnet worden war. Dieser wurde auf plus 1,6 Prozent revidiert. Hier blieben die Inlandsumsätze im April stabil, während die Auslandsumsätze um 3,9 Prozent sanken.


Inflationsrate erstmals seit 1987 stabil
Erstmals seit 22 Jahren ist die Jahresinflationsrate in Deutschland stabil geblieben. Die Inflationsrate habe im Mai 0,0 Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit und bestätigte damit ihre vorläufige Schätzung. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Ein im Vergleich zum Vorjahr unverändertes Preisniveau war zuletzt im Mai 1987 aufgetreten. Ökonomen hatten mit leichten Revisionen der Werte nach unten gerechnet.


Energieprodukte und Nahrungsmittel wieder günstiger 
Die niedrige Inflationsrate sei vor allem auf das hohe Preisniveau vor einem Jahr zurückzuführen. Im Vergleich dazu seien inzwischen insbesondere bei Energieprodukten aber auch bei vielen Nahrungsmitteln die Preise wieder gesunken. Diese starken Preisrückgänge prägten derzeit die Entwicklung der Inflationsrate. Ohne Berücksichtigung der Energieprodukte und der Nahrungsmittel hätte die Inflationsrate bei 1,4 Prozent gelegen. Auch der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland blieb zum Vorjahr unverändert. Im Vergleich zum Vormonat fiel der HVPI um 0,1 Prozent. Die ursprünglichen Schätzungen wurden damit leicht nach oben revidiert. (awp/mc/ps/05)

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