Deutschland: Zahl der Insolvenzen rückläufig

Und auch bei den Verbraucherinsolvenzen gelang die Wende nach der Krise. Während sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Juli im Jahresvergleich kräftig um 9,4 Prozent auf 2.760 verringerte, sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen mit 2,3 Prozent auf 9.344 erstmals seit April 2009. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger sanken auf 2,9 (3,9) Milliarden Euro. Von Januar bis Juli ergibt sich allerdings noch ein etwas trüberes Bild. In diesem Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent auf 19.228. Bei den Verbraucherinsolvenzen ergab sich ein Schub um 9,3 Prozent auf 63.208. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf 98.933. Das waren 5,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.


Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe steigt deutlich
In Deutschland sind die Umsätze des Verarbeitenden Gewerbes im August deutlich gestiegen. Auf Monatssicht seien die Umsätze bereinigt um 1,8 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Zudem wurde der Rückgang im Vormonat mit 0,6 Prozent niedriger als bislang mit 0,9 Prozent ausgewiesen. Der Inlandsumsatz erhöhte sich im August um 0,2 Prozent, der Auslandsumsatz nahm um 3,5 Prozent zu. Auf Jahressicht stiegen die Umsätze um deutliche 10,8 Prozent. Auch hier wurde der Vormonatswert leicht von plus 9,9 Prozent auf 10,3 Prozent nach oben revidiert. Sowohl im Inland als auch im Ausland nahmen die Umsätze kräftig zu.


Aussenhandel verliert auch im August leicht an Fahrt
Der deutsche Aussenhandel hat im August erneut etwas an Fahrt verloren. Auf Monatssicht seien die Ausfuhren um 0,4 Prozent gesunken, teilte das statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Die Einfuhren erhöhten sich hingegen um 0,9 Prozent. Im Vormonat waren die Ausfuhren bereits um 1,6 Prozent zurückgegangen und die Importe um 2,2 Prozent gesunken. Auf Jahressicht ergaben sich im August hingegen deutliche Zuwächse. Nach der Abschwächung im Vormonat erhöhte sich die Dynamik damit wieder. Die Exporte wuchsen um 26,8 Prozent, die Importe um 29,2 Prozent. Im Juli hatten die Raten bei 18,6 Prozent (Ausfuhren) und 24,9 Prozent (Einfuhren) gelegen. Die Aussenhandelsbilanz schloss im August mit einem Überschuss von 9,0 Milliarden Euro ab. Kalender- und saisonbereinigt lag er bei 11,7 Milliarden Euro. Der Überschuss der Leistungsbilanz lag bei 4,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte er bei 5,1 Milliarden Euro gelegen. (awp/mc/ss/15)

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