Dubai für Geniesser: Das ZUMA-Restaurant im DIFC

von Gérard Al-Fil
Schnellrestaurants gibt es in Dubai wie Sand am Meer, echte kulinarische Tempel, die dazu mit gutem Service glänzen, dagegen wenige. Gelegen in der Gate Village des Dubai International Financial Centre (DIFC) löst das ZUMA diese Quadratur des Kreises mit Schlips und Charme und lädt bei eigens aus Nippon eingeflogenen Zutaten zum Geniessen und Verweilen ein.


Kontemplativer Stil, reichhaltiges Menü
Das japanische Wort ZUMA bedeutet Nebensächlichkeit. Im übertragenen Sinne steht ZUMA für Geliebte oder Zweitfrau. Mit doppelter Liebe wurde auch das Interieur des doppelstöckigen Restaurants gestaltet. «Die Wände sind aus handverziertem (!) Granit, als Vorlage für das Relief dienten traditionelle fernöstliche Muster», sagt Shabnum Rajput, die Marketing-Managerin des ZUMA.

 

Bequem und weitläufig
Einmal zu Tisch, fühlt sich der Gast im ZUMA wohl behütet, wie die Raupe in einem Kokon. Der schlichte Stil lässt mittags und abends schnell vergessen, dass sich das ZUMA in der kalten Bürowelt des DIFC befindet. Die kalte und warme Küche für das informelle Essen, der sogenannte Izakaya-Stil, hält vor allem für ernährungsbewusste Geniesser und Vegetarier eine reichhaltige Auswahl bereit. Die Sofas sind butterweich, die Esstische im Obergschoss schwarz wie Ebenholz. «Oben» darf geraucht werden. Die untere Etage bleibt raucherfrei und ist bequem mit dem Aufzug erreichbar. Das dank meterhoher Panoramafenster lichtdurchflutete Restaurant mit Blick auf die Convention Road bietet Platz für 162 Gäste, die Launge und Bar noch einmal für 189 Liebhaber zeitgenössischer Gerichte aus Japan.

 

Lost in translation? Nicht im ZUMA
Wer das Menü einmal in den Händen hält, kann bei Namen wie «Kappa Maki» oder «Tempura Moriwas» schon einmal durcheinander kommen. Doch zum Glück sind die Bezeichnungen alle kleingedruckt auf der Karte in englischer Sprche übersetzt. Kappa Maki sind gerollte Gurken, Tempura Moriwas eine Auswahl an Fischgerichten und Gemüse. Die Hauptgerichte und Beilagen, wie gegrillter Haifisch oder Sushi werden eigens aus Japan eingeflogen und von professionellen Köchen zubereitet. Trotzdem bezahlt man für kein Gericht mehr als 100 Franken pro Person, auch dank des schwachen Greenbacks. Die Emirate-Währung Dirham ist an den schwächelnden US-Dollar gekoppelt, so dass Schweizer Gäste einen Kaufkraftvorteil geniessen .

 

Ebisu: schnell mal exotisch essen gehen
«Shubai wa tatakai de aru – Geschäft ist Krieg», lautet ein vielzitiertes japanisches Sprichwort. Wenn müde «Krieger» sich stärken wollen, dann muss es schnell gehen. «Unser Ebisu-Lunch mit 178 Menüoptionen zum Preis von 110 Dirham (30.50 Franken plus 10% Service-Taxe) ist für den schnellen Besucher konzipiert, der seinen Gaumen verwöhnen will, aber wenig Zeit hat», erlätert Frau Rajput. Innerhalb von 45 Minuten hat der Gast so ein komplettes Mittagsmenüe genossen und verlässt das Lokal trotzdem pappsatt. Business-People, die sich diskret im kleinen Kreis ohne Zuhörer zurückziehen wollen, stehen zwei separate Speisesäle für jeweils maximal 10 Personen zur Verfügung.

 

«Summer in the city»
Um das leibliche Wohl von gestressten Executives ist ZUMA-Chefkoch Colin Clague besonders bemüht. Keines der Gerichte liegt schwer im Magen. Die Portionen sind kalorienarm und kommen frisch vom Herd oder vom Grill. Kaum ein Restaurant in Dubai bietet soviel herzhaft Grünes auf den Teller wie das ZUMA. Genau das Richtige für Karrieredamen wie Hari Bhambra. «Als Vegetarierin finde ich im ZUMA die grösste Auswahl auf einer Speisekarte in Dubai», sagt die Unternehmensberaterin. Die Direktorin der Praesidium Consulting, die Banken in der Islamic Finance berät, trifft sich hier gerne zum Lunch mit ihren Kunden. Hari Bhambra: «Das ZUMA vermittelt asiatische Exotik und zugleich ein echtes city-feeling.»

 

Eingespieltes Team
Die Idee zum ZUMA hatte übrigens kein Japaner, sondern ein Deutscher. Der gelernte Koch Rainer Becker, der in den Neunzigerjahren im Luxushotel Park Hyatt in Tokio als Executive Chef arbeitete, entdeckte eine globale Marktlücke für Japan-Speisen à  la carte. Gemeinsam mit der indischen Familie Waney aus London gründete Becker im Jahr 2002 das Unternehmen. So gibt es das mehrfach preisgekrönte ZUMA mit der selben Menüvielfalt wie in Dubai auch in den Metropolen London, Miami, Istanbul und Hongkong. Weitere Filialien in Ostasien und Nordamerika werden folgen. Das Team im ZUMA in Dubai ist wie ein grosse Familie: Marketing Managerin Rajput begann vor fünf Jahren im ZUMA in London-Knightsbridge, DJ Andy Penny siedelte ebenso von der Themse an den Persischen Golf über. 

 

Sehen und gesehen werden

Wer das Restaurant am Tage aufsucht, glaubt fast nicht, dass sich die noble Gaststätte nachts in eine gestylte Partylounge verwandelt. Abends laden das ZUMA und DJ Andy zum After-Work-Drink ein. Eng, aber in!

 

Freitag ist Familien-Brunch
Und am Freitagmittag, wenn in Dubai der arbeitsfreie «Sonntag» ist, zieht es die Banker mit ihren Familien zum Brunch ins ZUMA. Ganz nebenbei räumt Rainer Becker mit dem ZUMA auch mit dem Klischee auf, dass die japanische Küche nur aus Sushi, Stäbchen und Tee besteht. Im Entrée fallen die bunten Flaschen auf, die sich in transparenten Vitrinen stapeln. «Das ist Sake, ein japanischer Wodka», erklärt Marketing-Chefin Rajput. Nicht ganz so hochprozentig wie Sake ist Shochu, der ebenfalls serviert wird. Weinkenner können zusätzliche aus 1,700 Weinflaschen mit edlen Tropfen zehn verschiedener Weinberge aus aller Welt wählen.

 

Fazit: das ZUMA in Dubai ist ein Geniesser-Tempel, in dem der «Bürohengst» wieder Mensch sein darf. En Guete!

 

Adresse:

ZUMA-Restaurant
Podium Level
Gate Village ? Building 06
Dubai International Financial Centre (DIFC), Dubai
Tel: &+971 4 4255660
Fax: &+971 4 4255658
Email: & [email protected]

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