Dufry H1: Umsatz- und Gewinnplus – Wachstum soll fortgesetzt werden

Der Umsatz zog um 11,7% auf 1’267,9 Mio CHF an. Der Bruttogewinn stieg um 14,5% auf 723,3 Mio CHF und das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA um 15,4% auf 154,3 Mio CHF. Die EBITDA-Marge lag bei 12,2 (13,0)%. Der EBIT kletterte um 28,2% auf 84,2 Mio CHF. Unter dem Strich habe ein Reingewinn vor Minderheiten von 60,7 (33,4) Mio und nach Minderheiten von 40,4 (10,4) Mio CHF resultiert.

Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen
Damit hat Dufry die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Die Experten (AWP-Konsens) hatten im Vorfeld einen Umsatz von 1’251 Mio CHF, einen EBITDA von 150,3 Mio CHF, einen EBIT von 79,8 und einen den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von 33,9 Mio CHF prognostiziert.

Nettoverschuldung um weitere 158 Mio CHF erhöht
Neue Projekte hätten 5,6% zum Wachstum beigetragen, während sich der Währungseinfluss durch den starken Schweizer Franken um 4,1% negativ ausgewirkt habe. Die Nettoverschuldung lag nach 610 Mio CHF Ende 2009 nun per Ende Juni bei 559 Mio CHF. Hierin sei allerdings nicht die ausserordentliche Ausschüttung im Zusammenhang mit der Fusion mit Dufry South America (DSA) enthalten, die die Nettoverschuldung um weitere 158 Mio CHF auf 717 Mio CHF erhöhe.

Umsatz in lokalen Währungen um 3,4% gesteigert
In Europa konnte der Umsatz in lokalen Währungen um 3,4% gesteigert werden, in Franken ging er leicht um 0,6% auf 151,1 Mio CHF zurück. In Afrika blieb der Umsatz in Lokalwährungen stabil, in Franken fiel er um 3,4% auf 84,6 Mio CHF. Beide Regionen seien vom Vulkanausbruch in Island betroffen gewesen. Zudem mussten die Läden im ägyptischen Sharm-el-Sheikh aufgrund von Überflutungen zeitweise geschlossen werden. Insbesondere das Geschäft in Marokko habe sich aber gut entwickelt. In der Region Eurasia kletterte der Umsatz um 4,5% auf 113,9 Mio CHF. Auch in Mittelamerika und der Karibik wurde ein Plus verbucht – der Umsatz stieg um 7,2% auf 208,1 Mio CHF. In Nordamerika konnte ein Zuwachs von 9,7% auf 375,7 Mio CHF erzielt werden. Die Hudson Group habe sich weiterhin positiv entwickelt.

Spitzenreiter Südamerika
Klarer Spitzenreiter war indes Südamerika, wo der Umsatz um kräftige 35,8% auf 326 Mio CHF gesteigert wurde. Besonders Brasilien habe die starke Entwicklung dank zahlreicher Massnahmen zur Erhöhung der Ausgaben pro Passagier fortgesetzt.

Schwellenländer mit mehr Dynamik
Der positive Trend bei den Passagierzahlen habe sich im ersten Halbjahr fortgesetzt. Die Schwellenländer hätten hierbei mehr Dynamik gezeigt als die entwickelten Länder, allerdings sei der Trend in allen Regionen positiv gewesen. Einzig im April sei das Passagierwachstum durch den Vulkanausbruch in Island zeitweise rückläufig gewesen, alle anderen Monate hätten indes solide Wachstumsraten aufgewiesen.

Wachstum durch Expansionsprojekte
Das Wachstum durch Expansionsprojekte soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Dufry wolle mit der Wachstumsstrategie fortfahren und zusätzlich zu den neuen Konzessionen aus dem ersten Halbjahr das Portfolio mit neuen Verkaufsflächen, die in der zweiten Jahreshälfte eröffnet werden sollen, anreichern, wird CEO Julian Diaz in der Mitteilung zitiert. Trotz der anhaltenden Unsicherheit bezüglich der weltweiten Wirtschaftsentwicklung sei man optimistisch, da sich der Reisedetailhandel bislang als robust erwiesen habe. (awp/mc/gh/07)

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