EU-Ausblick: Etwas schwächer – Gewinnmitnahmen

Ein anderer Börsianer verwies auf Gewinnmitnahmen im Zuge der wieder schwächeren Metall- und Ölpreise, auch wenn letztere sich nach wie vor über der Marke von 78 Dollar halten. Überraschend deutlich gestiegene Oktober-Einzelhandelsumsätze sowie positive Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Erholung der heimischen Wirtschaft hatten am Montag die Indizes an der Wall Street auf neue Jahreshochs getrieben.


Auch der «Footsie» in London schloss so hoch wie seit September 2008 nicht mehr. Die Aktienbörse in Tokio ging am Dienstag mit leichten Verlusten aus dem Handel. Am Nachmittag dürften die US-Erzeugerpreise sowie die Daten zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung neue Impulse geben.


In London rücken Easyjet mit Jahreszahlen in den Fokus. Der Gewinn der Billigfluglinie brach im Vergleich zum Jahr davor deutlich ein. Hohe Treibstoffkosten hätten die Fluggesellschaft belastet, hiess es. Ausserdem könnten die Aktien vom Immobilienunternehmen British Land nach Halbjahreszahlen für Aufmerksamkeit sorgen.


Im Blick steht zudem der belgische Finanzkonzern Fortis mit Vierteljahreszahlen. «Unser Versicherungsgeschäft hat sich im dritten Quartal weiterhin gut entwickelt und bleibt solide und stabil», sagte Fortis-Chef Bart De Smet. Er rechnet für das Gesamtjahr mit Zuflüssen auf dem Niveau des Vorjahres.


In Zürich steht mit der UBS ebenfalls ein Finanzkonzern im Mittelpunkt. Die angeschlagene Schweizer Grossbank will mit einer Konzentration auf das kundenbezogene Kerngeschäft wieder nachhaltig profitabel werden. In den kommenden drei bis fünf Jahren will die Bank rund 15 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr verdienen. Grösster Gewinnbringer solle das Geschäft mit vermögenden Privatkunden sein, teilte die zuletzt stark defizitäre Bank. (awp/mc/ps/06)

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