EU-Ausblick: Freundlich – Moderat positive Vorgaben aus den USA

Am Donnerstag war der Index mit minus 0,13 Prozent auf 4.333,42 Zählern aus dem Handel gegangen. Finspreads sieht den britischen Leitindex FTSE 100 in London bei 6.495 Zählern. Am Vortag hatte der Index 0,98 Prozent auf 6.479,40 Zähler gewonnen.


Händler verwiesen auf moderat positive Vorgaben aus den USA als Antrieb: So hatte der Dow Jones Industrial nach Handelsschluss an den europäischen Börsen zwar noch rund 50 Zähler abgegeben, aber leicht im Plus geschlossen. Am Morgen erholten sich die US-Futures weiter. Unterdessen vollzog der Nikkei-225-Index die Verluste der Weltbörsen der vergangenen Tage nach und schloss am ersten verkürzten Handelstag im neuen Jahr mit einem Minus von rund vier Prozent.


Laut Börsianern richten sich alle Augen auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Sie dürften den Ton für den Rest der Handelssitzung angeben. Im Handelsverlauf wird auch der ISM-Index Dienste in den USA veröffentlicht. Mangels Unternehmensnachrichten dürften vor allem Analystenkommentare für Bewegung sorgen.


An der Börse in Paris könnten die Papiere von Societe Generale in Bewegung geraten. Die UBS hat die Bewertung der Titel der Grossbank von «Neutral» auf «Buy» angehoben und das Kursziel von 114 auf 130 Euro angehoben. Analyst Gert Van Royen zufolge beeinflussen die Probleme am US-Hypothekenmarkt nicht das Kerngeschäft des Finanzinstituts. Insofern dürfte Societe Generale ihm zufolge auch 2009 nachhaltige Gewinne erwirtschaften.


Auch andere französische Banken wie Credit Agricole stehen im Fokus. Die Citigroup hat die Bewertung der Branche auf «Underweight» gesenkt. Belastend wirke die niedrige Eigenkapitalrendite französischer Banken, hiess es.


In London dürften die Titel von British Airways mit Verkehrszahlen für Gesprächsstoff sorgen. Im November hat die Gesellschaft die Zahl ihrer Fluggäste im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht um 0,1 Prozent auf 2,52 Millionen gesteigert. Die Auslastung wuchs dabei um 0,6 Prozentpunkte auf 73,1 Prozent.


Auch Einzelhändler wie Home Retail sollten nach den Verlusten am Vortag im Zuge negativ aufgefasster Zwischenberichte weiter im Auge behalten werden. So hat Bear Stearns die Einschätzung der Titel von Next mit «Underperform» gestartet und einen fairen Wert von 1.450 Pence berechnet. Die Analysten begründeten ihre Bewertung mit einer generell skeptischen Einschätzung des britischen Einzelhandels. Darüber hinaus stiegen die operativen Kosten von Next weiterhin inflationär.


An der Börse in Zürich könnten Papiere der Julius Bär Holding einen Blick wert sein. Die UBS hat das Kursziel für die Aktien der Bank von 100 auf 96 Schweizer Franken gesenkt und die Bewertung der Titel auf «Neutral» belassen. Laut Analyst Daniele Brupbacher dürften der schwache Dollar und die nachgebenden Aktienmärkte im zweiten Halbjahr 2007 das Jahresergebnis negativ beeinflusst haben.

Auch Titel von Partners Group stehen im Fokus. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Titel des Finanzdienstleisters von 204 auf 188 Schweizer Franken gesenkt und die Bewertung der Aktien mit «Overweight» bestätigt. (awp/mc/ab)

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