EU-Eröffnung: Etwas fester nach guten Vorgaben und Bilanzen

In Japan schloss sich der Nikkei 225 am Morgen mit etwas festerer Tendenz an. Mit Zahlen stehen in Europa laut Händlern vor allem Ahold, Credit Agricole und Carrefour im Blick.

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 gewann am Morgen 0,95 Prozent auf 4.233,25 Zähler. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 stieg um 0,83 Prozent auf 3.706,62 Punkte. Der Euronext 100 rückte um 1,22 Prozent auf 991,49 Zähler vor. In Paris stieg der CAC 40 um 1,29 Prozent auf 5.591,24 Punkte. Der FTSE 100 rückte um 1,08 Prozent auf 6.198,30 Zähler vor.

In Amsterdam kletterten die Papiere von Ahold um 4,44 Prozent auf 9,64 Euro. Der niederländische Einzelhandelskonzern hat im zweiten Quartal seinen Gewinn durch den Verkauf der Cateringtochter U.S. Foodservice sowie der polnischen Aktivitäten überproportional gesteigert. Das Konzernergebnis hat im zweiten Quartal 2,2 Milliarden Euro nach 0,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum erreicht. Das operative Ergebnis ist dagegen von 302 auf 291 Millionen Euro gefallen. Zudem kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm an.

Credit Agricole stiegen nach Zahlen um 4,02 Prozent auf 27,97 Euro. Die französische Grossbank hat im zweiten Quartal den Überschuss geringfügig gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Unterm Strich hat sich der Gewinn von 1,284 auf 1,292 Milliarden Euro erhöht. Analysten hatten im Schnitt mit 1,037 bis 1,160 Milliarden Euro gerechnet. Die Erlöse stiegen von 4,171 auf 5,271 Milliarden Euro, verglichen mit der Spanne der Analystenschätzungen zwischen 4,759 und 5,052 Milliarden Euro.

Carrefour-Aktien rückten um 2,92 Prozent auf 53,66 Euro vor. Der weltweit zweitgrösste Einzelhändler hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert und sein Ziel für das Gesamtjahr bestätigt. Zugleich kündigte der Konzern weitere Aktienrückkäufe sowie die Trennung von seinen Immobilien über einen Börsengang an.

Suez gewannen nach Zahlen 1,70 Prozent auf 39,59 Euro. Der französische Versorger hat seinen bereinigten Gewinn im ersten Halbjahr gesteigert und seine Jahresziele bestätigt. Ohne Sondereinnahmen aus Beteiligungsverkäufen ist der Überschuss um 11,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen. Der operative Gewinn aus fortgeführten Geschäft legte um 17,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu.

Ölwerte legten zu. Der Rohölpreis war am Morgen nach einem überraschend starken Rückgang der Öl- und Treibstoffreserven in den USA weiter gestiegen und hielt sich stabil über der Marke von 73 US-Dollar. Aktien von TOTAL stiegen um 2,79 Prozent auf 54,50 Euro, Eni legten um 1,91 Prozent auf 25,06 Euro zu und BG Group waren in London Spitzenreiter im «Footsie» mit plus 2,87 Prozent auf 771,50 Pence.

In London legten zudem einige Unternehmen Zahlen vor, unter anderem Diageo. Der britische Spirituosenkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei steigenden Umsätzen weniger verdient als 2005/06. Die Aktien stiegen um 0,88 Prozetn auf 1027,00 Pence und damit weniger stark als der Markt.

In Brüssel stiegen InBev auf 2,89 Prozent auf 59,88 Euro. Der belgische Brauereikonzern hat im zweiten Quartal dank starker Umsatzuwächse in Osteuropa und Lateinamerika den Gewinn deutlich gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Inbev bekräftigte das Ziel, organisches Wachstum über dem Branchenschnitt zu erzielen und dabei den Umsatz schneller zu erhöhen als den Absatz. Zudem kündigte Inbev an, eigene Aktien im Wert von 300 Millionen Euro zurückzukaufen.

Aktien von Volvo stiegen um 1,94 Prozent auf 118,25 Kronen. Einem Händler zufolge ist die Zahl ausgelieferter LKW zwar zurückgegangen, insgesamt lägen die Zahlen jedoch über den negativeren Erwartungen. Auch Scania-Aktien gewannen 3,84 Prozent auf 155,50 Kronen.

(awp/mc/hfu)

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