EU-Eröffnung: Gewinne – Swiss Life, Heineken stark im Plus

Der Londoner FTSE 100 rückte um 1,15 Prozent auf 5.597,83 Zähler vor. China untermauerte den Anspruch auf den Prestige-Titel des «Exportweltmeisters» mit einem kräftigen Anstieg der Ausfuhren. Im Dezember gab es nach Angaben der Zollverwaltung im Jahresvergleich einen unerwartet starken Zuwachs von 17,7 Prozent auf 130,7 Milliarden Dollar. Anleger an der Börsen deuteten die Konjunkturdaten als ein deutliches Zeichen für die Erholung des Welthandels, hiess es von Händlern.


In dem freundlichen Marktumfeld griffen die Anleger vor allem bei Aktien des Versicherungskonzern Swiss Life an der Börse in Zürich zu. In der ersten Handelsstunde schafften die Papiere ein Plus von 6,98 Prozent auf 154,80 Franken und standen damit mit weitem Abstand an der Spitze der Gewinne an der Schweizer Börse. Erneut gibt es am Markt Gerüchte über ein mögliches Übernahmeangebot für die Swiss Life Holding. Der grösste deutsche Versicherungskonzern Allianz soll eine Offerte vorbereiten, heisst es auf der französischen Webseite «Wansquare.com». Die Nachrichtenseite beruft sich auf Schweizer Bankenkreise und nennt als möglichen Betrag bis zu 5,5 Milliarden Schweizer Franken.


Der Braukonzern Heineken bestätigte am Morgen offiziell ein Übernahmeangebot für einen Mitbewerber in Mexiko. Demnach wollen die Niederländer für das Unternehmen FEMSA 3,8 Milliarden Euro bieten. Mit der Übernahme würde Heineken auf dem mexikanischen und dem brasilianischen Markt eine Spitzenposition übernehmen. An der Börse in Amsterdam reagierten die Anleger positiv auf das Übernahmeangebot. Die Aktien von Heineken gewannen in der ersten Handelsstunde 4,24 Prozent auf 34,32 Euro.


Dagegen reagierten die Aktien der angeschlagenen britischen Barclays-Bank kaum auf Spekulationen über den Verkauf von zahlreichen Filialen und gewannen nur 0,51 Prozent auf 35,29 Pence. Kreisen zufolge soll der Verkauf von mehr als 300 britischen Niederlassungen bereits begonnen haben. Wie mit der Situation vertraute Personen sagten, habe die teilverstaatlichte RBS interessierten Gesellschaften Informationsmaterial zukommen lassen und die Schweizer Grossbank UBS mit dem Verkauf beauftragt. Potenzielle Bieter hätten bis Ende des Monats Zeit, ihr Interesse zu bekunden, hiess es weiter.


Auch die Aktien des europäischen Rüstungs- und Raumfahrtkonzerns EADS verzeichneten nur leichte Kursgewinne von 0,73 Prozent auf 14,45 Euro. Dabei soll die Konzerntochter Airbus laut einem Pressebericht das Auftragsziel für das vergangene Jahr übertroffen haben. 2009 seien Bestellungen für insgesamt 311 Flugzeuge eingegangen, schreibt die französische Zeitung «Les Echos» (Montag) ohne Quellenangabe. Geplant hatte Airbus im vergangenen Jahr, 300 Aufträge zu erhalten. Zudem erhöhte die Citigroup mit Verweis auf diese Bestellungen ihr Kursziel für die Titel.


Schliesslich reagierten die Aktien des französischen Autobauers Renault und des italienischen Versorgers Eni mit deutlichen Kursgewinnen auf positive Analystenkommentare. Nachdem Experten von Morgan Stanley das Kursziel für Renault von 36 Euro auf 39 Euro angehoben haben, legten die Papiere an der Börse in Paris um 1,26 Prozent auf 39,88 Euro zu. Eni-Papiere gewannen 1,80 Prozent auf 18,70 Euro, nachdem Analysten der Citigroup das Kursziel für die Aktien von zuvor 18,25 Euro auf 21,00 Euro angehoben haben. (awp/mc/ps/10)

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