EU-Eröffnung: Schwach – Minus in Tokio und Rekordölpreis belasten

Der Nikkei-225-Index hatte am Morgen unter 15.000 Punkten und auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2006 geschlossen. Der US-Ölpreis ist am Mittwoch erstmals über 99 Dollar gestiegen. Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 verlor 1,41 Prozent auf 4.217,02 Punkte. Der STOXX 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, fiel um 1,44 Prozent auf 3.575,64 Punkte. Der Pariser CAC 40 gab um 1,77 Prozent auf 5.409,10 Zähler. In London sank der Leitindex FTSE 100 um 1,51 Prozent auf 6.132,50 Punkte. Der Euronext 100 fiel um 1,60 Prozent auf 958,31 Zähler.


Ölwerte gehörten vor dem Hintergrund der stetig steigenden Rohölpreise grösstenteils zu den wenigen Werten mit Kursgewinnen. Repsol-YPF setzten sich mit einem Aufschlag von 0,84 Prozent auf 25,33 Euro an die Spitze des EuroSTOXX 50. TOTAL gewannen 0,46 Prozent auf 55,16 Euro. Eni legten um 0,46 Prozent auf 24,18 Euro zu. In London gewannen Royal Dutch Shell 1,41 Prozent auf 2.014,00 Pence und BP kletterten um 1,29 Prozent auf 587,50 Pence.


Alcatel-Lucent rutschten nach enttäuschenden Äusserungen des Branchenkollegen Ericsson auf den zweitletzten Platz im Leitindex. Die Papiere des Telekomausrüsters gaben 3,60 Prozent auf 5,09 Euro ab. Der Kollege aus Schweden hatte am Dienstag nach Börsenschluss mitgeteilt, er rechne nach schwachen Zahlen im dritten Quartal nur noch mit einem Umsatz am unteren Ende der bisherigen Prognose. Ericsson-Titel verloren 5,00 Prozent auf 15,20 Schwedische Kronen. Philips rutschten 3,14 Prozent auf 26,57 Euro ab.


Ahold verloren nach Zahlen und ersten Analystenäusserungen 3,11 Prozent auf 9,36 Euro. Der niederländische Einzelhändler hatte im dritten Quartal zwar überraschend einen Gewinnanstieg erzielt. Die Deutsche Bank senkte ihre Einstufung unter Verweis auf Probleme in den USA dennoch von «Hold» auf «Sell», erhöhte das Kursziel aber von 8,20 auf 8,70 Euro.


In London reagierten Northern Rock zum wiederholten Mal mit heftigen Kursbewegungen. Die Papiere der britischen Hypothekenbank verloren 16,91 Prozent auf 80,60 Pence. Das Unternehmen benötigt der «Financial Times» zufolge eine Milliarde Pfund frische Barmittel, um sein Ausleihgeschäft fortsetzen zu können.


In Zürich sprangen Roche mit einem Plus von 0,75 Prozent auf 201,40 Schweizer Franken an die Spitze des SMI . Der schweizerische Pharmahersteller hatte in den USA die Zulassung für das Arthritis-Medikament Actemra beantragt. Im Dezember will der Konzern in Europa für das Mittel bei der Arzneimittelbehörde EMEA die Marktzulassung beantragen.


Clariant fielen nach einer negativen Analystenäusserung mit einem Abschlag von 3,49 auf 10,21 Franken ans Indexende. Merrill Lynch hatte die Papiere des schweizerischen Chemiekonzerns von «Neutral» auf «Sell» gesenkt. (awp/mc/ab)

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