EU-Eröffnung: Schwach – US-Vorgabe belastet

Für den auch Schweizer und britische Werte umfassenden STOXX 50 ging es um 1,16 Prozent auf 3.572,55 Punkte nach unten. Der Euronext 100 fiel um 1,20 Prozent auf 960,16 Zähler. In Paris verlor der CAC 40 1,09 Prozent auf 5.435,56 Zähler. Der Londoner FTSE 100 ging um 1,34Prozent auf 6.271,30 Zähler zurück.


Der Dow Jones hatte am Vorabend nach Börsenschluss in Europa noch 203 Punkte verloren und war mit minus 1,86 Prozent aus dem Handel gegangen. Die NASDAQ-Indizes schlossen noch schwächer. Der Nikkei drehte indes zum Schluss ins Plus – das dämpfte einem Händler zufolge den negativen US-Einfluss.


In London stürzten Marks & Spencer nach Zahlen um 18,77 Prozent auf 409,00 Pence ab. Der Einzelhändler hat im dritten Geschäftsquartal zwar den Umsatz um 2,8 Prozent gesteigert. Allerdings fiel das Weihnachtsgeschäft schlechter aus als erwartet, und für 2008 rechnet das Unternehmen mit weiter schwierigen Handelsbedingungen. Der vorsichtige Ausblick wurde bestätigt. Papiere des Konkurrenten Home Retail verloren 6,74 Prozent auf 266,25 Pence. Next gaben 7,25 Prozent auf 1.305,00 Pence ab.


Persimmon-Titel gaben vor Zahlen 3,84 Prozent auf 626,00 Pence ab. Das Bauunternehmen sprach von schwierigen Bedingungen in der zweiten Jahreshälfte 2007 und einem Rückgang bei der Fertigstellung von Häusern, will aber für das Gesamtjahr den Vorsteuergewinn im Rahmen der Analystenerwartungen steigern. Aktien des Konkurrenten Taylor Wimpey verloren im Sog der Entwicklung 7,13 Prozent auf 158,90 Pence.


Aktien von Delhaize Group verloren in Brüssel 4,06 Prozent auf 51,52 Euro. Händler verwiesen auf Sorgen über das starke Engagement des belgischen Einzelhändlers in den USA, deren Konjunktur schwächelt. In Madrid gewannen Altadis 0,02 Prozent auf 49,82 Euro. Der spanisch-französische Tabakkonzern hat den Preis für seine Zigarettenpackungen angehoben.


Pharmatitel profitierten im schwachen Marktumfeld von ihrem Status als vermeintlich «sicherer Hafen» sowie einem positiven Branchenkommentar. Credit Suisse hat den europäischen Pharmasektor von «Underweight» auf «Marketweight» hochgestuft. Entsprechend gehörten Sanofi-Aventis mit plus 1,04 Prozent auf 66,13 Euro zu den besten Werten im EuroSTOXX 50. Im «Footsie» galt das Gleiche für AstraZeneca , die 1,43 Prozent auf 2.266,00 Pence gewannen. Auch Versorger gehörten als defensive Titel zu den Gewinnern.


In der Schweiz verteuerten sich Novartis als einer der besten Werte im Swiss-Market-Index (SMI) um 1,42 Prozent auf 64,50 Schweizer Franken. Der Schweizer Pharmakonzern belegt aufgrund neuer, im «Journal of the American Medical Association» publizierter Daten zum Meningitis-Impfstoffs Menveo (MenACWY-CRM) eine hohe immunogene Wirkung bei Kleinkindern. Menveo sei derzeit der einzige Impfstoff, der Kleinkindern Schutz gegenüber den vier verbreitetsten Meningokokken-Serogruppen bei Kindern biete, teilte Novartis mit. (awp/mc/ab)

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