EU-Eröffnung: Sehr fest – Kursrally an Wall Street beflügelt

Der Gewinn der französischen Grossbank ist im dritten Quartal nicht so stark gesunken wie von Experten erwartet. Der Kurs der Vinci-Aktie kletterte um 8,21 Prozent auf 29,925 Euro. Der französische Baukonzern bestätigte nach einem Umsatzsprung die Prognosen für 2008. Zudem sieht das Unternehmen bis zum Jahr 2012 keinen «signifikanten» Refinanzierungsbedarf. Auch die Margen und der Schuldenstand sollen sich stabilisieren. EADS gewannen 5,39 Prozent auf 12,515 Euro. Die Zahlen des europäische Luft- und Raumfahrtkonzerns fielen nach Händlern zufolge besser als erwartet aus. Cheuvreux hielt in einer ersten Reaktion an der Einschätzung «Outperform» fest.


Für Telefonica ging es um 3,73 Prozent auf 15,28 Euro hoch. Der spanische Telekomkonzern hat im dritten Quartal im operativen Geschäft mehr umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Zugleich bekräftigte das Unternehmen die Prognosen für das laufende Jahr. Das Unternehmen bestätigte die Absicht einer stark steigenden Dividende in den kommenden Jahren und will den Rückkauf eigener Aktien fortsetzen.


Dexia Banque verloren unterdessen 9,38 Prozent auf 4,53 Euro. Die belgisch-französische Bank verbuchte einen Verlust von 1,544 Milliarden Euro und lag damit am oberen Ende der Analystenerwartungen, deren Spanne allerdings von einem Verlust von 200 Millionen bis 1,7 Milliarden Euro reichte. Dexia stimmte daraufhin dem Verkauf der verlustträchtigen US-Tochter FSA zu.


In London erholten sich London Stock Exchange (LSE) von ihrem Vortagesrutsch und gewannen 6,06 Prozent auf 551,00 Pence. Händler verwiesen auf eine Studie als Unterstützung. Zwar hat die HSBC das Kursziel von 1.280 auf 900 Pence gesenkt, bleibt aber durch das immer noch massive Aufwärtspotenzial bei der Einstufung «Overweight». Die Kursverluste am Vortag in Reaktion auf die Zahlen seien übertrieben gewesen, so die Analysten. Ein Pressebericht über die Verschiebung des Starts der neuen Handelsplattform rückte in den Hintergrund.


Richemont-Aktien legten in Zürich nach Zahlen 3,48 Prozent auf 20,80 Franken zu. Den Schweizer Luxusgüterhersteller hat zwar im Oktober die Finanzkrise eingeholt. Richemont sieht sich dennoch für die Krise relativ gut gerüstet. In Analystenkreisen wurden die Halbjahreszahlen als «solide» bezeichnet. Der etwas vorsichtigere Ausblick komme nicht überraschend. (awp/mc/gh/19)

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