EU-Eröffnung: Sehr fest – Positive Vorgaben

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 stieg am Vormittag um 2,92 Prozent auf 3.608,18 Punkte. Beim STOXX 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, ging es um 2,80 Prozent auf 3.023,73 Zähler nach oben. Der Londoner FTSE 100 gewann 3,04 Prozent auf 5.662,20 Punkte.


Die Vorgaben sind sehr positiv: In den USA hatte der Dow Jones am Montag um 1,52 Prozent auf 12.548,64 Punkte zugelegt. Das deutlich angehobene Gebot für die schwer angeschlagene Investmentbank Bear Stearns durch JPMorgan habe für gute Stimmung gesorgt, sagten Händler. Auch positive Nachrichten vom Immobilienmarkt hätten die Investoren erfreut. Der Nikkei-225-Index hatte den Handel am Morgen 2,12 Prozent höher bei 12.745,22 Punkten beendet.


Finanzwerte gehörten in Europa zu den grössten Gewinnern. So legten BNP Paribas um 5,12 Prozent auf 64,66 Euro zu. Credit Suisse gewannen 6,19 Prozent auf 51,50 Franken. Die gute Stimmung für den Sektor überstrahlte bei dem Wert negative Analystenäusserungen. So hatte die Commerzbank die Einstufung wegen der Gewinnwarnung des Unternehmens vom Donnerstag von «Buy» auf «Hold» zurückgenommen.


HBOS legten um 14,09 Prozent auf 540 Pence zu. Hier sorgte zusätzlich der Kauf von Aktien durch die Manager der britischen Hypothekenbank in Millionenhöhe für Auftrieb. Insgesamt 250 Führungskräfte hätten Papiere im Wert von mehr als 6 Millionen britischen Pfund (7,7 Millionen Euro) erworben, um ihr «starkes Vertrauen» in die Bank zu untermauern, hatte HBOS am Sonntag mitgeteilt. Angeführt wurde die ungewöhnliche Aktion von HBOS-Chef Andy Hornby, nachdem der Kurs von Grossbritanniens grösster Hypothekenbank am vergangenen Mittwoch, belastet von Gerüchten über eine Schieflage des Unternehmens, um zeitweise 17 Prozent eingebrochen war.


Ausserhalb des Finanzsektors legten Telecom Italia um 5,27 Prozent auf 1,28 Euro zu. Der italienische Telekomkonzern will seine Personalkosten senken. Die Gesellschaft analysiere derzeit ihre Strukturen mit dem Ziel, das Unternehmen zu verschlanken und die Lohnkosten zu senken, sagte Vorstandschef Franco Bernabe der «Financial Times» (Internet-Ausgabe). Telecom Italia will seine operativen Kosten bis zum Jahr 2010 um rund 1,2 Milliarden Euro reduzieren.


Saint Gobain kletterten um 6,21 Prozent auf 50,42 Euro. Der französische Baukonzern hatte am Donnerstag nach Börsenschluss seine Ziele für das laufende Jahr bekräftigt. 2008 sei weiter mit einer moderaten Steigerung von Gewinn und Überschuss zu rechnen, hiess es. Zudem soll die Dividende für das abgelaufene Jahr um 20,6 Prozent auf 2,05 Euro je Anteilschein steigen.


Die zuletzt als «sicherer Hafen» gesuchten Versorger- und Konsumtitel konnten hingegen nur unterdurchschnittlich zulegen. Eni legten um 1,25 Prozent auf 21,13 Euro zu. Philips gewannen 1,46 Prozent auf 24,34 Euro. Enel stiegen um 1,63 Prozent auf 6,62 Euro. Unilever notierten um 1,60 Prozent höher bei 21,64 Euro. (awp/mc/pg)

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