EU-Eröffnung: Überwiegend fest nach positiven US-Vorgaben

In den USA war der Dow Jones Industrial am Vortag nach Börsenschluss in Europa um weitere 250 Punkte geklettert und hatte damit den Kursrutsch zum Wochenausklang wett gemacht. Auch die NASDAQ-Börsen schlossen fest, während der Nikkei mit einem geringen Plus von 0,04 Prozent aus dem Handel ging.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 gewann 1,14 Prozent auf 4.250.50 Zähler. Der STOXX 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, legte um 0,88 Prozent auf 3.724,86 Punkte nach. Der Euronext 100 stand mit 1,09 Prozent auf 993,19 Zähler im Plus. In Paris stieg der CAC 40 um 1,28 Prozent auf 5.602,60 Punkte. Für den FTSE 100 ging es um 0,93 Prozent auf 6.246,70 Punkte nach oben.


Die Marktteilnehmer richten ihren Blick Händlern zufolge auch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Es wird erwartet, dass die Währungshüter den Leitzins von 5,25 Prozent unverändert lassen. Grössere Aufmerksamkeit dürften laut Börsianern jedoch Aussagen der Fed zur wirtschaftlichen Entwicklung in den USA finden, die Rückschlüsse auf künftige Zinsschritte zulassen.


In Brüssel gewannen die Aktien von Telenet nach Zahlen 5,15 Prozent auf 24,70 Euro. Das Telekommunikationsunternehmen hatte am Montag nach Börsenschluss «solide» Halbjahreszahlen vorgelegt, sagten Händler. Analysten von Petercam zufolge fiel die Marge beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) höher als erwartet aus – dies lasse ihnen Raum für eine weitere Erhöhung der Prognosen.


In Lissabon legten Papiere von Portugal Telecom stärker als der einheimische Gesamtmarkt zu und gewannen 0,80 Prozent auf 10,11 Euro. Händlern zufolge hat die Telekommunikationsgesellschaft mit dem Anstieg des EBITDA auf 576 Millionen Euro die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der grösste Wachstumstreiber war dabei das brasilianische Mobilfunkgeschäft.


An der Börse in London kletterten Aktien von Standard Life um 1,43 Prozent auf 319,50 Pence. Der Versicherer hat für das erste Halbjahr Umsatzzahlen veröffentlicht, die über den Vorhersagen der Marktexperten lagen. «Einziger Wermutstropfen ist das Geschäft in Kanada und Asien, das sich etwas schlechter als vorhergesagt entwickelt hat», sagte Bruno Paulson, Analyst bei Sanford Bernstein.


Papiere von Scottish & Newcastle fielen hingegen um 1,66 Prozent auf 562,50 Pence und waren damit grösster Verlierer im FTSE 100. Das Getränkeunternehmen hat zwar im ersten Halbjahr einen Anstieg beim Vorsteuergewinn um 5,5 Prozent auf 191 Millionen Pfund erreicht. Getrübt wurde das Ergebnis jedoch durch die Auswirkungen schlechter Witterungsverhältnisse in Grossbritannien und Frankreich.


An der Börse in Zürich entwickelten sich die Aktien der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) nach Zahlen unterdurchschnittlich und rückten um 0,69 Prozent auf 101,70 Schweizer Franken vor. Der weltgrösste Rückversicherer hat im zweiten Quartal dank der Übernahme der Rückversicherungssparte von General Electric (GE) sein Ergebnis deutlich gesteigert. Zwar konnte der Rückversicherer mit dem Reingewinn im zweiten Quartal die Markterwartungen erfüllen. Dagegen verfehlten die Prämieneinnahmen und das Eigenkapital leicht die Vorhersagen der Analysten. (awp/mc/pg)

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