EU-Eröffnung: Verluste – Erneut Sorgen um Kreditkrise

Mangels Unternehmensnachrichten sorgten vor allem Analystenkommentare bei Einzelwerten für Bewegung. Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 gab am Vormittag 0,11 Prozent auf 4.232,75 Zähler ab. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 verlor 0,41 Prozent auf 3.539,78 Zähler. Für den Euronext 100 ging es um 0,53 Prozent auf 947,37 Punkte nach unten. In Paris büsste der CAC 40 0,36 Prozent auf 5.380,91 Punkte ein. Der Londoner FTSE 100 verlor 0,51 Prozent auf 6.191,00 Punkte.


Alstom-Titel legten als Spitzenreiter im CAC 40 um 2,32 Prozent auf 124,86 Euro zu. Der französische Bahntechnik-Konzern und Anlagenbauer hat einen ersten Abnehmer für seinen neuen Hochgeschwindigkeitszug AGV gefunden. Das Unternehmen nehme für die Lieferung von 25 Zügen mindestens 700 Millionen Euro ein, schreibt die «Financial Times» (Freitagausgabe) unter Berufung auf mit dem Geschäft vertraute Personen. Die ersten AGV gehen an das italienische Konsortium NTV, hatte Alstom noch am Donnerstag bekannt gegeben. Goldman Sachs stufte die Aktie von «Sell» auf «Neutral» hoch.


In London verloren Rolls-Royce 3,71 Prozent auf 505,50 Pence. Der britische Turbinenherstellerplant plant ungeachtet voller Auftragsbücher einen umfangreichen Stellenabbau, um Belastungen durch steigende Rohstoffpreise und den schwachen US-Dollar abzufedern. Betroffen seien bis zu 2.300 Mitarbeiter in Deutschland, Grossbritannien und den Vereinigten Staaten, hiess es.

Etliche Titel wurden von Analystenkommentaren bewegt. So gaben Unilever als Schlusslicht im EuroSTOXX 50 um 6,46 Prozent auf 22,29 Euro nach – Morgan Stanley hatte das Papier aus Bewertungsgründen von «Equal-weight» auf «Underweight» abgestuft und das Kursziel von 22 auf 21 Euro gesenkt. L`Oreal verloren 4,90 Prozent auf 87,02 Euro, nachdem die Deutsche Bank das Papier von «Hold» auf «Sell» abgestuft hatte. Auch ABN Amro nahm die Einstufung von «Hold» auf «Sell» zurück.


In Stockholm verzeichneten Volvo Abschläge von 2,13 Prozent auf 91,75 schwedische Kronen. Hier belastete ein Kommentar von Goldman Sachs, in dem das Papier von «Buy» auf «Neutral» abgestuft und das Kursziel von 138 auf 115 Kronen gesenkt wurde. Credit Suisse nahm die Einstufung für STMicroelectronics von «Outperform» auf «Neutral» zurück, was die Aktie mit einem Minus von 2,47 Prozent auf 8,28 Euro quittierte.


Dagegen gewannen PSA Peugeot Citroen 2,15 Prozent auf 47,97 Euro. Lehman Brothers hatte die Aktie des französischen Autobauers von «Equal weight» auf «Overweight» hochgestuft und das Kursziel von 67 auf 73 Euro erhöht. Die Entschlossenheit und die Fähigkeit des neuen Managements, die Kosten zu senken, sollte nicht unterschätzt werden, hiess es in der Studie.


Aktien von BT Group legten um 1,90 Prozent auf 282,00 Pence zu. Hier stützte ein Kommentar von ING, die die Einstufung für das Papier des Telekomkonzerns von «Hold» auf «Buy» anhob und das Kursziel von 315 auf 335 Pence nach oben revidierte. Nach dem jüngsten, übertriebenen Kursrückgang seien die Titel nun günstig bewertet, schrieben die Analysten zur Begründung. ABB legten um 2,29 Prozent auf 28,64 Schweizer Franken zu. Goldman Sachs hatte die Papiere von «Neutral» auf «Buy» hochgestuft. (awp/mc/ab)

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