EU gibt grünes Licht für Euro-Kandidaten Estland

Die Staats- und Regierungschefs werden nun bei ihrem Treffen am 17. Juni in Brüssel über den Beitritt zum kommenden Jahreswechsel beraten. Das gilt als Formsache. Dann werden die obersten Kassenhüter der EU Mitte Juli den Umtauschkurs von der Krone Estlands zum Euro festlegen. Estland wird die Nummer 17 im Euro-Club sein.


«Ein Risiko bleibt immer»
«Wir bekommen so oder so die Probleme in der Eurozone zu spüren, unabhängig davon, ob wir dazugehören oder nicht. Also ist es doch besser, drinnen zu sein und auch in den Genuss der Vorteile zu kommen», sagte Estlands Finanzminister Jürgen Ligi. «Ein Risiko bleibt immer.» Die von Griechenland ausgelöste Schuldenkrise erschüttert die Eurozone und sorgt für einen fallenden Euro-Kurs.


Deutschland unterstützt Aufnahme
Der deutsche Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen sagte am Rande des Treffens, Deutschland unterstütze die Aufnahme, da Tallinn die Konvergenzkriterien erfülle. Das Staatsdefizit Estlands dürfte laut EU-Kommission im laufenden Jahr 2,4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt betragen. Es liegt also unter der Maastrichter Marke von 3 Prozent. Auch die gesamtstaatliche Verschuldung sieht günstig aus. ( awp/mc/pg/17)

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