EU-Mittag: Freundlich – Zahlen und positive US-Vorgaben

Gute Ergebnisse von Banken stimmten aber positiv. Bei den Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England werden keine Zinsänderungen erwartet. Ökonomen warten jedoch auf ein Zeichen der EZB, das die Erwartung des Marktes auf eine Zinserhöhung im September bestätigten könnte.

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 stieg um 0,86 Prozent auf 4.273,39 Zähler. Der STOXX 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gewann 0,68 Prozent auf 3.763,76 Punkte. Der Euronext 100 legte um 0,48 Prozent auf 1.007,00 Zähler zu. In Paris gewann der CAC 40 0,61 Prozent auf 5.688,85 Punkte. Für den FTSE 100 ging es um 0,69 Prozent auf 6.292,90 Punkte nach oben.

Im Bankensektor profitierten die Werte von Credit Suisse , Societe Generale und Barclays von guten Zahlen. Die französische Grossbank Societe Generale hat im zweiten Quartal Erträge und Überschuss kräftig gesteigert und die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Aktien legten 4,42 Prozent auf 130,03 Euro zu. Ein Händler betonte, dass die Bank damit angesichts der Krise auf dem US-Hypothekenmarkt beruhigt habe.

Auch die Credit Suisse hat unerwartet einen Gewinnsprung hingelegt. Analysten lobten die Ergebnisse. Die Schweizer Grossbank kündigte ausserdem an, ihr im Mai gestartetes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 8 Milliarden Schweizer Franken bereits im Laufe des Jahres 2008 abzuschliessen. Der Titel gewann 1,88 Prozent auf 81,50 Schweizer Franken. Barclays geht nach einem Gewinnanstieg im ersten Halbjahr zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte. Die Aktien stieg 0,52 Prozent auf 681 Pence.

Unilever-Aktien setzten sich nach Zahlen mit einem Plus von 5,36 Prozent auf 22,80 Euro an die Spitze des europäischen Leitindex. Das Analysehaus Panmure Gordon & Co. stufte den Titel in einer ersten Reaktion von «Hold» auf «Buy».

Die Titel von France Telecom kletterten um 2,90 Prozent auf 20,23 Euro, nachdem das Unternehmen mit einem Umsatz- und Gewinnanstieg die Erwartungen der Analysten übertroffen hat. Nokia weiteten am Mittag nach der Vorlage von Zahlen ihre Gewinne aus und legten zuletzt um 5,29 Prozent auf 21,70 Euro zu.

TOTAL-Aktien verloren 2,58 Prozent auf 55,91 Euro. Der Ölkonzern hat im zweiten Quartal wegen niedrigerer Gaspreise und steigender Kosten einen Gewinnrückgang verbucht. Analysten werten die Ergebnisse im Grossen und Ganzen aber positiv. Auch Electricite de France (EdF) stellte seine Ergebnisse vor. Die Umsätze sind im ersten Halbjahr nach einem Beteiligungsverkauf gesunken. Die Aktien fielen um 1,46 Prozent auf 73,68 Euro.

Werte von Clariant brachen 6,63 Prozent auf 17,60 Schweizer Franken. Der Schweizer Chemiekonzern hat im ersten Halbjahr 2007 zwar in allen Bereichen höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr erzielt, musste aber überall stagnierende bis sinkende Margen hinnehmen.

Titel des norwegischen Telekommunikationsunternehmens Telenor stiegen um 2,63 Prozent auf 107,25 Euro. Das Unternehmen hat in New York einen Prozess gegen Alfa gwonnen. Das US-Gericht entschied, dass Alfa entweder Aktien am Ukrainischen Mobilfunkbetreiber Kyivstar verkaufen oder Titel von Konkurrenten verkaufen muss.

Aktien der spanischen Fluglinie Iberia Lineas Aereas de Espagna legten 1,17 Prozent auf 3,46 Euro zu. Die spanische Fluggesellschaft hat im ersten Halbjahr bei höherem Umsatz ihren Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Assicurazioni Generali stehen ebenfalls mit Zahlen im Blick. (awp/mc/ar)

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