EU-Mittag: Überwiegend etwas schwächer – IBEX-35 sehr schwach

Der EuroSTOXX 50 sank am Mittag um 0,76 Prozent auf 4.366,55 Punkte. Der STOXX 50 , der auch schweizer und britische Werte umfasst, verlor 0,73 Prozent auf 3.859,74 Punkte. Für den Euronext 100 ging es um 0,57 Prozent auf 1.029,36 Zähler nach unten. In Paris sank der CAC 40 um 0,59 Prozent auf 5.882,17 Punkte. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,67 Prozent auf 6.436,50 Zähler ab.


Deutlich unter Druck gerieten die Titel spanischer Immobilien- und Bauwerte. Acciona verloren 3,88 Prozent auf 165,80 Euro, Fadesa rutschten um 10,31 Prozent auf 27,58 Euro ab und Sacyr-Vallehermoso fielen um 8,37 Prozent auf 40,70 Euro. Händler verwiesen auf die Schwierigkeiten des Immobilienunternehmens Astroc Mediterraneo als Auslöser. Im Sog der negativen Nachrichten vom Immobilienmarkt fiel der spanische Leitindex IBEX-35-Index um 2,11 Prozent auf 14.671,20 Zähler.


In London fielen Aktien von AstraZeneca um 2,30 Prozent auf 2767 Pence. Nach Bekanntgabe der Milliardenübernahme des US-Konzern MedImmune haben die WestLB, ING und HSBC die Einschätzung für die Titel des britisch-schwedische Pharmakonzerns gesenkt. Den Analysten von JP Morgan zufolge erscheint durch den geplanten Kauf von MedImmune eine Rückzahlung von Barmitteln an die Aktionäre sehr unwahrscheinlich.


Deutlich in Minus rutschten Papiere von Yell Group . Die Titel gaben nach einer Abstufung durch Goldman Sachs 19,76 Prozent auf 491,50 Pence ab. Der britische Telefonbuchverlag ist trotz des zunehmenden Wettbewerbs in den USA zuversichtlich, die vom Markt erwarteten Ziele für das Geschäftsjahr 2006/07 (März 2007) zu erreichen.


Titel von Rohstoffkonzernen gaben angesichts des gestiegenen Rohölpreises weniger als der Gesamtmarkt ab oder notierten sogar im Plus. BHP Billiton sanken um 0,43 Prozent auf 1.148 Pence. Vor diesem Hintergrund verbuchte auch BP trotz negativ ausgefallener Zahlen nur ein leichtes Minus von 0,26 Prozent auf 576 Pence. Der Mineralölkonzern hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Royal Dutch Shell legten leicht um 0,02 Prozent auf 25,86 Euro zu.


Papiere von Akzo Nobel gewannen nach Zahlen 3,24 Prozent auf 59,00 Euro. Der niederländische Chemiekonzern hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Im Kerngeschäft Coatings/Chemicals hat sich der operative Gewinn (EBIT) um 18 Prozent auf 219 Millionen Euro erhöht. Darüber hinaus will Akzo Nobel nach eigenen Angaben 1,6 Milliarden Aktien kaufen. (awp/mc/gh)

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