EU-Schluss: Erholungsrally geht weiter – Finanzwerte steigen stark

Insofern zählten in Europa vor allem Finanz- und Rohstoffwerte zu den Favoriten.


Der EuroStoxx 50 stieg am Ende um 1,71 Prozent auf 2.683,46 Punkte. Der Pariser Cac 40 gewann 1,98 Prozent auf 3.626,04 Punkte und für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,74 Prozent auf 5.202,13 Punkte hoch.


In dem freundlichen Marktumfeld gehörten Finanztitel zu den Favoriten. Unicredit etwa verteuerten sich um 5,03 Prozent auf 1,8380 Euro. In London stiegen Barclays-Aktien um 3,61 Prozent auf 301,35 Britische Pence und auch in Zürich waren Bankenwerte wie UBS sowie Credit Suisse weit vorn zu finden. Axa-Papiere legten um 3,70 Prozent auf 13,60 Euro zu – hier stützte zusätzlich die Meldung, dass der französische Versicherer sein britisches Lebensversicherungsgeschäft verkaufen will.


Indes rückten Papiere der Lloyds Banking Group um 1,05 Prozent auf 54,90 Pence vor. Die teilverstaatlichte britische Grossbank will einem Bericht der «Sunday Times» zufolge eine Sparte mit 600 Filialen an die Börse bringen.


Papiere der Swiss Life Holding aber verloren als schwächster Wert im Swiss-Market-Index (SMI) 0,53 Prozent auf 112,70 Schweizer Franken. Ein Händler verwies auf einen Medienbericht, der Analysten mit der Einschätzung zitiere, der Versicherer könnte einen Kapitalbedarf von zwei Milliarden Franken haben.


Stahlwerte profitierten von einer Branchenstudie der UBS, die den europäischen Stahlsektor von «Underweight» auf «Neutral» hochgestuft hatte. Zwar fehlten noch die positiven Katalysatoren für die europäischen Stahlwerte, mit der Talfahrt seit Mitte Mai seien die Abwärtsrisiken aber eingepreist, schrieb Analyst Andrew Snowdowne. Bei ArcelorMittal hob er das Engagement in Schwellenländern hervor. Die Titel des weltweiten Marktführers gewannen 5,58 Prozent auf 24,875 Euro.


Britische Minenwerte stiessen dank höherer Kupferpreise auf Kaufinteresse. Entsprechend gehörten Eurasian Natural Resources, Anglo American und Kazakhmys zu den Top-Werten im «Footsie». Sie verteuerten sich zwischen 3,21 und 4,32 Prozent.


BP-Titel sackten am «Footsie»-Ende um 9,30 Prozent auf 355,45 Pence ab. US-Präsident Obama hatte dem Ölkonzern eine Frist für einen Plan zur Eindämmung des verheerenden Ölflusses im Golf von Mexiko gesetzt. Zudem brach er zu seiner mittlerweile vierten Reise an die US-Golfküste auf – diesmal dauert sie zwei Tage und umfasst drei Staaten. Am Dienstag wendet sich der Präsident erstmals aus dem Oval Office an die Nation, zur besten Sendezeit und laut US-Medien mit dem Plan, den britischen Energieriesen zur Einrichtung eines unabhängig verwalteten Treuhandfonds aufzufordern. Aus diesem sollen dann Schadenersatzforderungen beglichen werden.


Der französische Autobauer Renault will ebenso wie Konkurrent PSA Peugeot Citroen Staatshilfen zurückzahlen. Für Renault ging es um 2,71 Prozent auf 31,45 Euro hoch, Peugeot gewannen 3,64 Prozent auf 22,200 Euro. Bei Fiat liessen Hoffnungen auf eine Einigung mit den Gewerkschaften zur Rettung einer Fabrik in Neapel die Aktien um 3,30 Prozent auf 9,2250 Euro steigen. (awp/mc/ps/29)

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