EU-Schluss: Etwas schwächer – Zurückhaltung vor Fed

Vor dieser Entscheidung und dem vielbeachteten Kommentar zur künftigen Zinsentwicklung herrsche Zurückhaltung. Ein freundlicher US-Handelsverlauf habe die Kursverluste allerdings etwas eingedämmt.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 verlor zum Handelsschluss 0,40 Prozent auf 4.178,54 Punkte. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 fiel um 0,62 Prozent auf 3.760,90 Zähler. Der Euronext 100 verlor 0,52 Prozent 974,31 Punkte. Der französische CAC 40 büsste 0,66 Prozent auf 5.608,31 Zähler ein. In London sank der Leitindex FTSE 100 um 0,62 Prozent auf 6.203,10 Punkte.


Vivendi-Titel verloren 2,11 Prozent auf 31,58 Euro. Der Medien- und Telekomkonzern hatte mit seinen Umsatzzahlen die Markterwartungen enttäuscht. Hauptverantwortlich dafür war den Firmenangaben zufolge die schwächelnde Entwicklung der Musik- und Fernsehsparte. Börsianer sprachen von einer schwachen Umsatzentwicklung, was teils auch auf die nachteilige Währungsentwicklung zurück zu führen sei.


Die Papiere der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) fielen um 0,88 Prozent auf 19,08 Euro und konnten damit die robusten Zahlen nicht in Kursgewinne umsetzen. Die spanische Grossbank hat im vergangenen Jahr den Gewinn getragen von einem höheren Zinsüberschuss deutlich gesteigert. Die Dividende werde um 20 Prozent erhöht, teilte BBVA mit. Die soliden Zahlen seien bereits eingepreist, sagten Händler. Im Fokus stehe ohnehin die Sektorkonsolidierung.


In Paris litten Händlern zufolge insbesondere Autowerte unter dem am Vorabend gestiegenen Ölpreis. Die Sorgen vor einem weiter steigenden Ölpreis belaste die Kurse zusätzlich. Als einer der schwächsten Werte im CAC 40 gaben Michelin 2,70 Prozent auf 70,20 Euro ab, PSA Peugeot Citroen verloren 2,42 Prozent auf 50,45 Euro.


Unterdessen verbuchten in London Aktien der Corus Group mit plus 6,84 Prozent auf 601,50 Pence kräftige Gewinne. Die Spitze des britisch-niederländischen Stahlkonzerns hat dem neuen Übernahmeangebot der indischen Tata Steel formal zugestimmt. Das Angebot von 608 Pence, mit dem sich Tata in der Nacht zum Mittwoch in dem entscheidenden Auktionsverfahren gegen den Widersacher Companhia Siderurgica Nacional (CSN) durchgesetzt hatte, sei vom Corus-Verwaltungsrat als „fair und angemessen“ bewertet worden.


Auch Vodafone Group legten zu und gewannen nach Zahlen 0,68 Prozent auf 148,00 Pence. Der britische Mobilfunkkonzern hat die Zahl seiner Kunden im abgelaufenen Quartal überraschend deutlich erhöht und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zudem bestätigte das Unternehmen die Umsatz- und Margenprognosen für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr. (awp/mc/pg)

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