EU-Schluss: Gewinne – US-Daten und höhere Wall Street

Der Pariser CAC-40-Index erreichte einen Tagesgewinn von 1,37 Prozent auf 3.739,46 Punkte und in London legte der FTSE 100 um 0,83 Prozent auf 5.188,52 Punkte zu.


«Wir haben gute Makrodaten aus den USA gesehen», sagte Franz Wenzel, Stratege bei AXA Investment Managers in Paris. «Wir sind ausserdem überzeugt, dass der Markt sich bei den anstehenden Unternehmenszahlen auf das Umsatzwachstum fokussieren wird. Allerdings wird der Markt für weitere Kursgewinne seine Zeit brauchen, nachdem die schlechten Nachrichte aus Griechenland das Vertrauen der Anleger unterminiert haben.»


Finanzwerte gehörten zu den Gewinnern am Markt, nachdem sie zuletzt mehrfach von den Sorgen um die finanzielle Situation Griechenlands belastet worden waren. So waren Unicredit mit plus 3,55 Prozent auf 2,012 Euro zweitbester Wert im EuroStoxx und ING verteuerten sich um 3,36 Prozent auf 6,864 Euro. In London rückten HSBC Holdings um 2,62 Prozent auf 677 Britische Pence vor.


Auch Automobiltitel zählten zu den Gewinnern an den europäischen Börsen. Händler verwiesen auf eine positive Branchenstudie der HSBC als Unterstützung. Sämtliche Risikofaktoren, etwa das Auslaufen der Abwrackprämien, seien mittlerweile bekannt und das Aufwärtspotenzial für den Sektor werde vom Markt noch immer unterschätzt, urteilen die Analysten. Fiat verteuerten sich um 3,88 Prozent auf 9,11 Euro. Papiere von Renault schlossen indes nur moderate 0,94 Prozent höher bei 34,26 Euro.


Im Technologiesektor konnten STMicroelectronics mit plus 0,54 Prozent auf 5,951 Euro wenig von den guten Zahlen und einem höheren Ausblick des Chipherstellers Infineon profitieren. ASML Holding gewannen ebenfalls nur moderate 0,59 Prozent auf 22,97 Euro.


Sanofi-Aventis legten um 1,75 Prozent auf 53,60 Euro zu. Der französische Pharmakonzern will mit Minsheng Pharmaceutical ein Gemeinschaftsunternehmen auf dem chinesischen Gesundheitsmarkt gründen. Erst im Dezember hatten die Franzosen für 1,9 Milliarden US-Dollar die Übernahme des US-Konzerns Chattem bekanntgegeben, um sich mit dem Geschäftsbereich ein Standbein in den USA zu verschaffen.


Auf den Verkaufslisten standen hingegen die Aktien von Finmeccanica . Italiens grösster Rüstungskonzern hatte seine Gewinnprognosen für 2010 gekürzt. Das operative Umfeld gestalte sich schwieriger als erwartet, hiess es zur Begründung. An der Mailänder Börse sackten die Titel um 3,45 Prozent auf 10,06 Euro ab. (awp/mc/pg/29)

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