EU-Schluss: Verluste – Gewinnmitnahmen, Banken im Blick

In den Vereinigten Staaten war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im vergangenen Monat deutlich gestiegen.


Der EuroSTOXX 50 verlor 0,12 Prozent auf 2.670,96 Zähler. Beim CAC-40-Index stand am Ende ein minimaler Abschlag von 0,04 Prozent auf 3.476,37 Zähler zu Buche. Der FTSE 100 gab um 0,24 Prozent auf 4.671,37 Punkte nach.


Für Gesprächsstoff sorgte vor allem der Finanzsektor. Nachdem am Montag bereits die beiden britischen Banken Barclays und HSBC Milliardengewinne im ersten Halbjahr gemeldet und Investoren mit Käufen auf die vorgelegten Zahlen reagiert hatten, berichteten nun die französische BNP Paribas, die britische Standard & Chartered und die Schweizer UBS über ihr Quartal.


Die UBS meldete erneut rote Zahlen und bleibt daher weiter vorsichtig. Die Marktverhältnisse hätten sich zwar im zweiten Jahresviertel laufend verbessert, eine nachhaltige Erholung sei aber noch nicht in Sicht, hiess es aus Zürich. Die Aktien setzten im Handelsverlauf zur Talfahrt an und verloren 4,31 Prozent auf 15,31 Schweizer Franken. Für eine nachhaltige Erholung müsse die Bank beweisen, dass der Abfluss von Kundengeldern gestoppt und auch wieder Gewinn möglich sei, hiess mit Blick auf die Zahlen von den Experten der Bank Wegelin.


Die auf Asien fokussierte britische Bank Standard Chartered übertraf mit ihrem Vorsteuergewinn in Höhe von 2,84 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr die Expertenerwartungen. Allerdings kündigte das Management zugleich überraschend eine Kapitalerhöhung an, was die Aktie belastete. Sie fiel als Schlusslicht im «Footsie» um 7,52 Prozent auf 1.328,00 Britische Pence. Titel der Versicherungsgruppe Legal & General büssten nach Halbjahreszahlen 4,75 Prozent auf 62,15 Pence ein.


Die französische Grossbank BNP Paribas hatte derweil im abgelaufenen Jahresviertel trotz einer verdreifachten Risikovorsorge mehr als vor einem Jahr verdient. Beim operativen Gewinn vor der Vorsorge für mögliche Kreditausfälle hatte sie zudem die Erwartungen der Experten übertroffen. Die im Zuge der Finanzkrise erhaltene Staatshilfe von rund fünf Milliarden Euro will die Bank aber frühestens 2010 zurückzahlen. Analysten lobten das Zahlenwerk, verwiesen aber auch auf die sehr hohe Risikovorsorge. Die Aktie, die zeitweise bei 54,34 Euro ein neues Hoch seit dem 10. November erreichte, legte schliesslich um 0,32 Prozent auf 52,70 Euro zu.


Die italienische Grossbank UniCredit schliesslich erwirtschaftete im zweiten Quartal einen überraschend hohen Überschuss. Die Titel rückten um 3,25 Prozent auf 2,2250 Euro vor.


Auch der Bergbaukonzern Xstrata legte Zahlen vor. Der um den Konkurrenten Anglo American buhlende Minenkonzern hatte im ersten Halbjahr einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht, was der Aktie ein Minus von 2,14 Prozent auf 847,00 Pence einbrachte. Anglo-American-Titel verbilligten sich um 2,57 Prozent auf 1.971,00 Pence. (awp/mc/pg/33)

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