EU-Schluss: Verluste – Sorgenvoller Blick auf US-Konjunktur

Der EuroStoxx 50 verlor 1,02 Prozent auf 2.647,66 Punkte und büsste damit auf Wochensicht 2,25 Prozent ein. In Paris sank der CAC-40-Index am Freitag um 1,30 Prozent auf 3.526,12 Punkte und der Londoner FTSE 100 gab um 0,31 Prozent auf 5.195,28 Punkte nach.

Schwach entwickelte sich der Autosektor. Ein Marktexperte sagte: „Viele Anleger scheinen nach den fulminanten Daten der Autobranche an einen Stimmungsabriss zu glauben. Sie bezweifeln, dass angesichts der schlechten US-Konjunkturdaten die Hochstimmung für Autoumsätze aufrecht erhalten wird.“ Renault-Aktien rutschten um 2,76 Prozent auf 32,465 Euro ab, Fiat verloren 2,24 Prozent auf 9,380 Euro. Die Papiere von PSA Peugeot Citroen verbilligten sich immerhin noch um 1,61 Prozent auf 21,370 Euro.

Titel aus dem Bausektor, die schon am Vortag deutliche Verluste verbucht hatten, gaben weiter nach. Holcim , dessen Zahlen am Donnerstag enttäuscht aufgenommen worden waren, verbilligten sich in Zürich um 2,05 Prozent auf 62,150 Schweizer Franken. CRH und Saint-Gobain erging es im Eurostoxx 50 kaum besser, sie verloren 3,21 Prozent auf 13,890 Euro sowie 2,49 Prozent auf 30,145 Euro.

Sinkende Rohstoffpreise setzten den Titeln von Eurasian Natural Resources zu, sie schlossen mit minus 1,98 Prozent bei 863,961 Britische Pence. Zudem hatte die Citigroup die Titel von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 1.420 auf 1.000 Pence gesenkt. Dagegen verteuerten sich BHP Billiton um 0,61 Prozent auf 1.810,14 Pence. Die von dem Konzern angestrebte feindliche Übernahme des kanadischen Düngemittelkonzerns Potash für 39 Milliarden US-Dollar lege die Messlatte für andere Interessenten hoch, war am Markt zu hören. Ein „Weisser Ritter“ könne aber eventuell in China zu finden sein.

Die Aktien von Philips Electronics waren das Schlusslicht im EuroStoxx 50 mit einem Minus von 3,41 Prozent auf 21,930 Euro. Händler verwiesen auf den Kauf von Burton Medical Products. Philips will damit seine Position im Markt für Healthcare-Beleuchtung stärken. Zum Kaufpreis hatte der Elektronikkonzern aber keine Angaben gemacht.

Besser entwickelten sich die Aktien der BG Group, die um 5,97 Prozent auf 1.070,00 Pence sprangen und damit den „Footsie“ anführten. Sie profitierten von Gerüchten um eine Übernahme durch den Ölkonzern Royal Dutch Shell. Vor diesem Hintergrund sagte Marktstratge David Buik von BGC Partners: „Der August ist seit langem wieder einer der lebhaftesten Monate in Bezug auf Übernahmen. Konzerne verfügen über eine Menge an Cash und wissen nicht, was sie damit anfangen sollen.“ Für Shell-Aktien ging es indes um 0,89 Prozent auf 1.729,19 Pence nach unten.

Deutlich im Plus lagen zudem die Titel des britischen Unternehmens Dana Petroleum, die sich um 6,08 Prozent auf 1.791,13 Pence verteuerten. Ihnen kam zugute, dass die staatliche südkoreanische Ölgesellschaft KNOC ein feindliches Übernahmeangebot für den Konzern auf den Weg gebracht hatte. (awp/mc/gh/25)

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