EU-Schluss: Verluste – US-Daten, Gewinnmitnahmen belasten

In Paris sank der Cac 40 um 0,83 Prozent auf 3.705,32 Punkte und der Londoner FTSE 100 büsste 0,98 Prozent auf 5.246,98 Punkte ein. Ein beschlossenes britisches Sparpaket beeinflusste den Index kaum. Insgesamt sprachen Händler unter anderem von Gewinnmitnahmen. Die positiven Impulse beispielsweise durch die Aufwertung des Yuan in China seien abgearbeitet.


Bankenwerte rückten wieder negativ in den Fokus und das drücke auf die Stimmung, hiess es am Markt. Sie gehörten im EuroStoxx 50 zu den grössten Verlierern, wie das Minus des Branchenindex Stoxx Europe 600 Banken zeigte. Er gab um 0,65 Prozent nach. Die Ratingagentur Fitch hatte bereits am Vorabend die Kreditwürdigkeit der BNP Paribas abgestuft und damit die Finanzkrise wieder in das Bewusstsein der Anleger gerückt. Das sorge vor allem bei Finanzwerten für erneute Unsicherheit, sagten Händler.


Die Papiere von BNP Paribas gehörten mit minus 1,92 Prozent auf 49,355 Euro zu den grössten Verlierern im pan-europäischen Auswahlindex. Aktien der anderen französischen Grossbanken litten aber noch mehr: Societe Generale rutschten um 3,96 Prozent auf 37,350 Euro ab, Credit Agricole büssten 4,69 Prozent auf 9,494 Euro ein. Die französische Bank schraubte ihre Prognose für den Verlust bei der Tochter Emporiki wegen der Schuldenkrise in Griechenland nach oben. Das Minus von 750 Millionen Euro ist doppelt so hoch wie bislang erwartet. Darüber hinaus werden die Franzosen für insgesamt rund 740 Millionen Euro von Intesa SanPaolo die Cassa di Risparmio mit 76 Zweigstellen sowie 96 Filialen der Group Italy übernehmen.


Nach unten ging es auch für die BP-Aktien , die um 4,38 Prozent tiefer bei 333,763 Pence schlossen. Im Handelsverlauf waren die Aktien des Ölkonzerns bis auf 328,40 Pence gefallen, den tiefsten Stand seit annähernd 14 Jahren. Zuvor hatten elf US-Bundesstaaten betont, dass sie den britischen Konzern für jegliche Schäden im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko in der Verantwortung sehen. Sie seien nicht bereit, den Preis für die grossen Verfehlungen von BP zu zahlen. Rohstofftitel zählten ohnehin zu den grössten Verlierern, wobei unter den Minenwerten Kazakhmys im «Footsie» mit einem Abschlag von 3,16 Prozent auf 1.196,00 Pence zu den schwächsten Vertreter des Sektors gehörte. Der Rohstoffe-Branchenindex Stoxx Europe 600 Basic Resources gab 1,16 Prozent ab und war damit der schwächste Sektor-Index zusammen mit dem Stoxx Europe 600 Oil & Gas Index , der um 1,65 Prozent absackte. (awp/mc/pg/30)

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