EU-Verlauf: Etwas fester – AXA sehr fest nach Zahlen

Dies hiess es von Börsianern. Auch Kursgewinne der schwer gewichteten Versorger trugen zu der positiven Entwicklung bei. Der EuroSTOXX 50 stieg um 0,74 Prozent auf 3.234,36 Punkte. Der STOXX 50 gewann 0,65 Prozent auf 2.937,40 Zähler. Der CAC-40-Index legte um 0,18 Prozent auf 4.456,43 Zähler zu. In London rückte der FTSE 100 um 0,52 Prozent auf 5.514,40 Punkte vor.


Vor allem eine Vielzahl an Geschäftszahlen aus der Finanzbranche prägte den Handel bis zum Mittag. Mit Spannung dürfte der Markt auf die am Nachmittag anstehenden Leitzinsentscheidungen der Bank of England (BoE) und der EZB schauen. Nach US-Börsenstart stehen zudem die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe in den USA als Indikator für die Wirtschaftsentwicklung im Blick.


Unter den Finanzunternehmen stachen die Aktien von AXA, hervor, die nach erfreulichen Zahlen im Auswahlindex der Eurozone um 6,13 Prozent auf 21,63 Euro zulegten. Beim zweitgrössten europäischen Versicherer ist der Gewinn im ersten Halbjahr nicht so stark zurückgegangen, wie Experten befürchtet hatten. Die Titel von Aegon dagegen litten unter mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen und gaben 4,63 Prozent auf 7,877 Euro ab. Der niederländische Versicherer hat die Expertenerwartungen verfehlt, seine Ziele für das Gesamtjahr aber bestätigt.


Im CAC 40 büssten Dexia 7,68 Prozent auf 9,25 Euro ein. Der französisch-belgische Finanzkonzern erlitt im zweiten Quartal erneut einen Gewinneinbruch und wird sich nun aus dem Geschäft mit schlecht besicherten US-Hypothekenpapieren zurückziehen. Veolia Environnement legten nach Zahlen und einer erhöhten Jahresumsatzprognose im Spitzenfeld des CAC um 7,55 Prozent auf 35,76 Euro zu. An der Spitze standen die Titel von Electricite de France (EdF) mit plus 8,12 Prozent auf 57,90 Euro. Die Aktien profitierten von einer Regierungsentscheidung. Der Versorger darf seine Tarife stärker als erwartet erhöhen.


In London meldete die britische Grossbank Barclays zwar ein über den Analystenschätzungen liegendes Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr, doch der von der Bank gegebene Ausblick blieb wegen der Finanzkrise verhalten. Die Titel drehten nach anfänglich etwas schwächerem Start mit 5,28 Prozent auf 388,50 Pence ins Plus. Der Versicherer Friends Provident musste im ersten Halbjahr einen Rückgang beim Umsatz und den Margen hinnehmen. Die Aktien gaben 2,94 Prozent auf 88,88 Pence nach. Papiere von International Power verloren nach Zahlen 4,75 Prozent auf 401 Pence und lagen damit am Ende des «Footsie».


Trotz besser als erwarteter Halbjahreszahlen von Nestle gaben die Titel des weltgrössten Nahrungsmittelherstellers um 0,68 Prozent auf 46,84 Franken nach. Der Umsatz legte dagegen um knapp vier Prozent auf 53,07 Milliarden Franken zu. Einige Analysten zeigten sich davon enttäuscht. (awp/mc/ps/21)

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