EU-Verlauf: EuroStoxx 50 im Minus, ‹Footsie› dank Minenwerten im Plus

Die Marktteilnehmer sprachen von einer dünnen Nachrichtenlage. Die Umsätze seien sehr gering, so dass viele Kursbewegungen eher zufällig seien. Am Nachmittag könnten noch Konjunkturdaten aus den USA für neuen Schwung sorgen. An Silvester findet dann in Europa nur ein verkürzter Handel statt. In London schliessen die Börsen bereits um 13.30 Uhr und in Paris um 14.00 Uhr.


Der EuroStoxx 50 sank an diesem Donnerstag um 0,42 Prozent auf 2.829,21 Punkte, nachdem er am Mittwoch noch um 0,60 Prozent gestiegen war. In Paris fiel der CAC-40-Index am Donnerstag um 0,35 Prozent auf 3.876,94 Punkte. Der britische FTSE 100 gewann 0,15 Prozent auf 6.005,60 Punkte.


Börsianer begründeten die Verluste im EuroStoxx mit negativen Nachrichten aus China. Dort war der von der Bank HSBC berechnete Einkaufsmanagerindex im Dezember auf ein Dreimonatstief gefallen. Dies signalisiere, dass die chinesischen Firmen nicht mehr ganz so stark expandierten wie noch im November.


Zu den wenigen Gewinnern in Europa zählten die im Jahr 2010 besonders gut gelaufenen Automobilwerte. So stiegen die Papiere von BMW an der Spitze des europäischen Leitindex EuroStoxx 50 um 0,72 Prozent auf 59,14 Euro. In Paris gewannen die Aktien von Renault 0,08 Prozent auf 43,41 Euro. Ein Marktteilnehmer verwies auch auf Analystenstimmen, wonach die Sorgen um eine schwächere Entwicklung der Autobranche in China übertrieben seien.


In London notierten viele Minenwerte im Plus. So stiegen Anglo American , BHP Billiton und Rio Tinto um 0,41 bis 0,51 Prozent. Börsianer erklärten dies mit dem schwächeren Dollar, der die Rohstoffexporte dieser Unternehmen verbillige. Auch der wieder höhere Preis für Kupfer und anderer Metalle wurde als Grund genannt.


Viele Ölwerte aber konnten in dem wieder etwas trüberen Marktumfeld nicht an ihre Kursgewinne vom Vortag anknüpfen. Insofern fielen die Titel von BP und BG Group um 0,25 respektive 0,11 Prozent.


Auch defensive Aktien etwa aus der Nahrungsmittelbranche verbuchten Verluste. So sanken die Titel von Unilever um 0,84 Prozent auf 23,73 Euro. In London gaben die Papiere des Spirituosen-Herstellers Diageo um 0,83 Prozent nach auf 1.201,15 Pence. (awp/mc/ss/16)

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