EU-Verlauf: Fest – Positive Vorgaben – Konjunkturdaten

Der EuroSTOXX 50 legte gegen Mittag um 1,10 Prozent auf 2.222,84 Zähler zu. Der Londoner FTSE 100 stieg um 1,00 Prozent auf 4.069,81 Punkte. Der französische CAC-40-Index gewann 1,40 Prozent auf 3.000,29 Zähler.


«Die Bullen wagen sich wieder aus der Deckung, da es nun so aussieht, als würde die Weltwirtschaft allmählich ihre Talsohle erreichen», sagte Richard Hunter, Kapitalmarkt-Stratege bei Hargreaves Lansdown. Es komme nun darauf an, wie robust die Unternehmensgewinne ausfallen werden.


Aktien von Renault setzten sich mit plus 7,31 Prozent auf 22,895 Euro an die Spitze im EuroSTOXX 50 . Der französische Autobauer und sein japanischer Partner Nissan wollen innerhalb von zwei Jahren den irischen Markt mit Elektro-Autos beliefern. Bernstein Research stufte den Titel von «Market-Perform» auf «Outperform» hoch. Morgan Stanley erhöhte das Kursziel von 15,00 auf 24,00 Euro und beliess die Empfehlung auf «Overweight».


Auch Bankenwerte zählten zu den Gewinnern. Die Hoffnung stütze, dass die weltweit geschnürten Hilfspakete zur Stabilisierung der Wirtschaft funktionieren könnten, hiess es. Für Papiere der ING Groep ging es um 6,27 Prozent auf 5,776 Euro nach oben. UniCredit, Societe Generale und BNP Paribas konnten gleichfalls zulegen.


Darüber hinaus rückte der Stahlsektor in den Fokus. Händler verwiesen insbesondere auf eine positive Branchenstudie von Merrill Lynch. Es gebe einen starken Zusammenhang zwischen den grossen Konjunkturindikatoren, der Stahlnachfrage und den Aktienkursen der grossen Stahlkonzerne ArcelorMittal und ThyssenKrupp, so die Analysten. Sie erwarten im zweiten Halbjahr eine schrittweise Erholung der Nachfrage. Auch die Societe Generale äusserte sich positiv zu dem Sektor. Die Titel von ArcelorMittal verteuerten sich um 3,81 Prozent auf 18,95 Euro.


Nokia waren mit Plus 4,49 Prozent auf 10,00 Euro ebenfalls gefragt. Die Titel profitierten von dem Wiedereintritt des finnischen Handyherstellers in den südkoreanischen Handymarkt.


In London konnten Bergbau-Aktien im Zuge des auf ein Fünfmonats-Hoch gestiegenen Kupferpreises Gewinne verzeichnen. Der Sektor profitierte zudem von einer positiven Branchenstudie der Societe Generale. Anglo American, Antofagasta und Xstrata verteuerten sich. Rio Tinto zählte mit minus 2,33 Prozent auf 2.432,00 Pence aber zu den Verlierern. Der Minenkonzern erwägt eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar.


Die britische Grossbank HSBC hat ihre Kapitalerhöhung indes nahezu abgeschlossen. Investoren reagierten positiv. Die Titel stiegen um 3,80 Prozent auf 451,00 Pence.


An der Börse in Zürich sorgte Novartis für Aufmerksamkeit. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis geht aufgrund von Wechselkurseffekten im laufenden Geschäftsjahr von einer Belastung auf die Ergebnisse aus. Händlern zufolge kursieren am Markt auch Gerüchte um ein Interesse von Novartis an Bayer. Eine Stellungnahme zu den Spekulationen lehnt Novartis ab. Mit einem Minus von 1,31 Prozent auf 42,18 Franken waren Novartis-Titel in Zürich unter den wenigen Verlierern. (awp/mc/ps/18)

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