EU-Verlauf: Gewinne – Banken-, Telekom- und Rohstoffwerte im Fokus

Für den Pariser CAC-40-Index ging es um 0,26 Prozent auf 3.795,15 Zähler nach oben. In London legte der FTSE 100 um 0,39 Prozent auf 5.255,80 Punkte zu.


IG-Markets-Analyst Ben Potter verwies zudem auf die Kursgewinne an der Wall Street als Erklärung für die weitere Erholung. «Die Rally hat nach wie vor Beine und Höchststände rücken wieder in greifbarere Nähe.» Auch Brian Myers, Analyst bei ODL Securities, sieht die Zuversicht rechtzeitig vor dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts zurückkehren.


Finanzwerte rückten an den europäischen Börsenplätzen in den Fokus. HSBC Holdings sprangen nach Zahlen um 4,55 Prozent auf 723,70 Pence an die Spitze im Londoner «Footsie». Nach Angaben der Bank lag der Vorsteuergewinn im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis deutlich über dem des Vorjahres. HSBC-Chef Michael Geoghegan sieht sein Haus für die kommenden strengeren Auflagen für Banken gut gerüstet. Für die Weltwirtschaft gab er aber noch keine generelle Entwarnung. «Ich glaube der grösste Schock ist überwunden, aber es ist zu früh, um bereits den Sieg auszurufen.»


Auch die zweitgrösste britische Bank Barclays kommt trotz anhaltend hoher Abschreibungen weiter gut durch die Krise. Die Bank, die zu Beginn des Jahres durch Anteilsverkäufe und eine Kapitalerhöhung gerade noch einmal staatliche Hilfen vermeiden konnte, fühlt sich auch wieder stark genug, um eine Dividende zu zahlen – auch wenn diese mit einem Pence unter dem Vorjahreswert liegt. In London rutschte die Aktie dennoch um 2,36 Prozent auf 334,75 Pence ab, nachdem sie am Montag knapp zwei Prozent hinzugewonnen hatte.


Im Eurostoxx 50 belegten die Finanztitel von AXA mit knapp 4 Prozent Kursgewinn und Intesa SanPaolo mit über 2 Prozent Gewinn die beiden vordersten Plätze. Von der italienischen Bank werden im Lauf des Tages auch noch Zahlen erwartet.


Auf die Verkaufslisten setzten Anleger dagegen Papiere aus dem Telekommunikationssektor. Vodafone weiteten mit minus 3,23 Prozent auf 133,531 Pence ihrer Verluste vom Vormittag noch aus. Die Zeichen bei dem britischen Mobilfunkkonzern stehen zwar weiter auf Sparen und das erste Halbjahr fiel im Rahmen der Erwartungen aus. Analysten verwiesen aber auch auf den Druck bei den operativen Margen. Im Zuge der Vodafone-Verluste büssten auch andere Telekom-Titel wie France Telecom und TeliaSonera an Wert ein.


Angesichts der wieder nachgebenden Rohstoffpreisen, insbesondere bei Kupfer, Zink und Nickel, präsentierten sich auch Minen- und Energiewerte schwach. Lonmin , Randgold und Kazakhmys sackten in London um 3 bis 4 Prozent ab. (awp/mc/pg/17)

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