EU-Verlauf: Platzierung spanischer Anleihen hievt Aktienmärkte ins Plus

Der Londoner FTSE 100 stieg auch dank deutlicher Aufschläge bei BP um 0,89 Prozent auf 5.284,29 Punkte. Die starke Nachfrage nach spanischen Anleihen habe die Anleger beruhigt, kommentierte ein Händler die freundliche Entwicklung. Am Nachmittag dürften dann eine Reihe von US-Konjunkturdaten die weitere Richtung bestimmen. 


Bankenwerte gehörten zu den grössten Profiteuren der Nachrichten aus Spanien. Santander-Aktien bekamen zudem laut Händlern Impulse von Aussagen, wonach die spanische Bank keine Liquiditätsprobleme hat. Sie verteuerten sich um 2,14 Prozent auf 9,08 Euro. An der Spitze des EuroStoxx 50 legten Societe Generale um 3,43 Prozent auf 37,40 Euro zu.


BP-Aktien standen weiter im Fokus der Anleger. Sie reagierten mit satten Gewinnen von 8,01 Prozent auf 364,40 Pence auf die angekündigte Dividendenstreichung sowie einen Treuhandfonds für die Opfer aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Analysten sprachen von einem «Schritt in die richtige Richtung» und versprachen sich von diesen Maßnahmen eine Entspannung der Lage. Zudem herrschte wie bereits an den vergangenen Tage die Einschätzung vor, dass BP die Kosten für die Folgen der Katastrophe stemmen kann.


Eine Einigung über den Staatsvertrag der UBS mit den USA liess deren Aktien um 2,32 Prozent auf 15,87 Schweizer Franken steigen. Nach langem Ringen einigten sich der Schweizer National- und Ständerat – die beiden Kammern des Parlaments – in der letzten offenen Frage: Es wird keine Volksabstimmung geben. Nach dem Ständerat schloss sich auch der Nationalrat dem Antrag der Einigungskonferenz an. Damit ist die Kooperation zur Ermittlung von US-Steuersündern in trockenen Tüchern.  (awp/mc/ps/17)

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