EU-Verlauf: Uneinheitlich – Zahlenflut – BNP Paribas gefragt

Damit gab der europäische Leitindex einen Teil seiner frühen Gewinne allerdings wieder ab. Der STOXX 50 gewann 0,28 Prozent auf 3.248,14 Punkte, der FTSE 100 drehte sogar mit 0,04 Prozent auf 6.209,50 Zähler ins Minus.


Im Finanzsektor kletterten BNP Paribas um 3,29 Prozent auf 69,72 Euro. Der Gewinn der grössten französischen Bank ist im ersten Quartal wegen geringerer Belastungen aus der Finanzmarktkrise nicht so stark wie erwartet gesunken. Händler und Analysten äusserten sich positiv. «Die Zahlen sind besser als erwartet und das Gesamtbild ist beruhigend», sagte ein Börsianer. Unterdessen gewannen ING Groep nach Zahlen 1,80 Prozent auf 24,92 Euro. Für Dexia Banque ging es um 3,90 Prozent auf 16,25 Euro nach unten. Der Überschuss sei im ersten Quartal deutlicher gefallen als am Markt erwartet, sagten Börsianer.


Vinci legten nach einer Umsatzsteigerung und der Bestätigung der Jahresprognose um 2,04 Prozent auf 49,03 Euro zu. Für den französischen Einzelhändler Carrefour ging es nach einem Umsatzplus im ersten Quartal um 0,97 Prozent auf 46,70 Euro nach oben. ArcelorMittal gewannen nach einem positiv aufgenommenen Ausblick auf das zweite Quartal 2,43 Prozent auf 63,67 Euro. Die Zahlen zum ersten Jahresviertel hätten dagegen leicht die Schätzungen verfehlt, hiess es am Markt.


In London sorgen Spekulationen um BHP Billiton für Gewinne bei den Minenwerten. Händlern zufolge gibt es Interesse aus China an einem Anteil des Minenunternehmens. «Das kann nicht ausgeschlossen werden, da die Chinesen bereits einen Anteil an Rio Tinto haben», sagte ein Börsianer. BHP-Titel legten an der «Footsie»-Spitze um 3,51 Prozent auf 2.091,00 Pence zu, Rio Tinto stiegen um 2,06 Prozent auf 6.782,00 Pence. Auch für die Branchenkollegen wie Vedanta oder Anglo American ging es nach oben.


Unterdessen verloren Sainsbury nach endgültigen Jahreszahlen 2,44 Prozent auf 380,25 Pence. «Die Zahlen sind schlimmer als sie aussehen», hiess es in einem ersten Kommentar von Panmure Gordon. Sainsbury-Chef Justin King warnte unterdessen davor, dass die Budgets der Konsumenten unter Druck blieben und er erwartet weiter intensiven Wettbewerb. First Group büssten am Indexende 7,43 Prozent auf 554,50 Pence ein. Eine Aktienplatzierung in Höhe von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals überschattete Händlern zufolge die Zahlen.


Telefonica stiegen nach wie erwartet ausgefallenen Zahlen um 0,26 Prozent auf 19,23 Euro. Der italienische Versorger Enel konnte mit einem EBITDA über den Markerwartungen glänzen, die Aktie stieg daraufhin um 2,58 Prozent auf 7,09 Euro. (awp/mc/ps)

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