Euro fällt nach starkem US-Arbeitsmarkt zeitweise unter 1,30 Dollar

Am späten Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,3007 Dollar gehandelt, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 1,2990 Dollar gefallen war. Vor Veröffentlichung der Daten hatte der Euro zeitweise noch bei 1,3081 Dollar gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,3084 (Donnerstag: 1,3106) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7643 (0,7630) Euro.


Baldige US-Zinssenkung unwahrscheinlich
Das starke Beschäftigungswachstum in den USA mache eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed unwahrscheinlicher, sagten Volkswirte. Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) war um 167.000 zum Vormonat gestiegen. Volkswirte hatten zuvor laut einer Umfrage jedoch nur mit einem Anstieg um 120.000 gerechnet. Zudem stiegen auch die durchschnittlichen Stundenlöhne stärker als erwartet.


Lage der US-Wirtschaft besser als erwartet
Der Arbeitsmarktbericht spricht nach Einschätzung der Commerzbank für einen weiterhin unveränderten Leitzins von 5,25 Prozent. „Die bisher erwartete Zinswende im ersten Quartal dürfte sich nach den zuletzt insgesamt positive Konjunkturdaten weiter ins Jahr 2007 hinein verschieben“, sagte Commerzbank-Volkswirt Patrick Franke. Die Arbeitsmarktzahlen zeigten, dass die derzeitige Lage der US-Wirtschaft besser sei als noch vor einigen Monaten erwartet. Fallende Zinsen würden die amerikanische Währung für Anleger weniger attraktiv machen.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6747 (0,6739) britische Pfund, 154,55 (156,11) japanische Yen und auf 1,6097 (1,6132) Schweizer Franken fest. (awp/mc/ab)

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