Euro nach Erholungsversuch erneut unter 1,22 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2268 (Mittwoch: 1,2218) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8151 (0,8185) Euro. «Die Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone besteht fort», sagte Devisenexperte Cyrus de la Rubia von der HSH Nordbank. Dies verhindere derzeit grössere Erholungsbewegungen bei der Gemeinschaftswährung. Am Markt stelle man sich weiterhin die Frage, was genau mit dem EU-Rettungspaket geschehe. Die Eurozone sei auch in jüngster Zeit nicht durch Einigkeit geprägt.


Steigende Risikoscheu der Anleger
Konjunkturdaten spielten unterdessen am Markt eher eine untergeordnete Rolle. In den USA hatte die Auftragsentwicklung in der Industrie und die Stimmung bei den Dienstleistern eher etwas enttäuscht. Daraufhin war die zuvor hohe Risikoneigung an den Märkten wieder etwas geschwunden. Tendenziell profitiert der Dollar in jüngster Zeit von einer steigenden Risikoscheu der Anleger. Eine bessere Stimmung an den Aktienmärkten stützt hingegen eher den Euro.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83570 (0,83345) britische Pfund, 113,74 (112,36) japanische Yen und 1,4149 (1,4148) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag wie am Vortag mit 1.215,00 Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete unverändert 32.239,10 Euro. (awp/mc/ps/28)

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