Euro pendelt sich bei Marke von 1,36 Dollar ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3583 (Montag: 1,3585) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7362 (0,7361) Euro.


Griechenland: Langfristige Lösung des Problems ungewiss
«Es ist weiter fraglich, ob die zugesicherten Nothilfen zu einer langfristigen Lösung der Probleme des Landes führen», sagte Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann. Während das üppige Volumen von bis zu 45 Milliarden Euro und der komfortabel niedrige Zins von den Finanzministern am Wochenende beschlossen wurden, seien die Verhandlungen über Konditionen an die Kommission delegiert worden. Gerade auf diese komme es aber an. «Sie werden entscheiden, ob Griechenland seine fiskalischen Probleme nachhaltig lösen kann, oder ob das Hilfspaket nur dem Aufschub der Krise dient», mahnte Leuchtmann. Die erfolgreiche Geldaufnahme am Markt durch zwei Anleihen am Dienstag mache ein Abrufen der Nothilfen in den kommenden Tagen aber unwahrscheinlich.


Weiterer Belastungsfaktor
Neben der Schuldenkrise Griechenlands an sich werde ein weiterer Belastungsfaktor für den Euro immer deutlicher: «Der Markt könnte mehr und mehr darauf spekulieren, dass die EZB möglicherweise ihre Prinzipien für die Rettung der Hellenen opfert», sagte Leuchtmann. Zuletzt habe die EZB bereits mehr Rücksicht auf Sonderfälle als erwartet genommen. Insbesondere Griechenland profitiere davon. Sollte dieses Beispiel auch bei der eigentlichen Geldpolitik Schule machen, könnte dies den Euro zusätzlich belasten. Schliesslich könnte die Notenbank dann die Leitzinsen später als für die Eurozone insgesamt zuträglich erhöhen.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88120 (0,88250) britische Pfund , 126,34 (126,99) japanische Yen und 1,4370 (1,4393) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.148,25 (1.158,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 27.297,45 (27.579,90) Euro. (awp/mc/pg/27)

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