Euro unterbricht Erholung und sinkt wieder unter 1,36 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3668 (Mittwoch 1,3641) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7316 (0,7331) Euro.


«Kleine Verschnaufpause»
«Der Euro hat nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen zwei Tage eine kleine Verschnaufpause eingelegt», sagte Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Enttäuschende US-Daten vom Immobilienmarkt hätten die Stimmung an den Aktienmärkten aber wieder gedrückt und damit den Euro erneut unter Druck gesetzt. Die Erholung sei damit vorerst unterbrochen. In den USA war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar überraschend gesunken. Neue Impulse könnten die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag liefern. Ein nachhaltiger Beschäftigungsaufbau ist aus Sicht von Umlauf nicht zu erwarten. Ein Zinserhöhungssignal dürfte von den Daten nicht ausgehen.


EZB hält sich alle Optionen offen
Auch die EZB habe am Donnerstag ihre langsame Rückkehr zu normalen Verhältnissen am Geldmarkt fortgesetzt. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet habe sich insgesamt sehr ausgewogen und neutral gezeigt. Damit sei weder ein deutliches Signal für eine baldige Zinswende, noch Indizien für ein sehr langes Stillhalten aus seinen Aussagen herauszulesen. Die EZB halte sich nach wie vor alle Optionen offen. Zunächst werde die überreichliche Liquiditätsversorgung graduell zurückgeführt und erst in einem zweiten Schritt sei eine Zinserhöhung zu erwarten.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90500 (0,90570) britische Pfund , 120,86 (121,10) japanische Yen und 1,4632 (1,4629) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.134,50 (1.136,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.805,10 (26.800,85) Euro. (awp/mc/pg/29)

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