Eurokurs gestiegen – Chinesisches Konjunkturpaket stützt

«Das geplante Konjunkturpaket der Chinesen hat dem Euro etwas Auftrieb gegeben», sagte Lutz Karpowitz, Devisenexperte bei der Commerzbank. Das fast 600 Milliarden Dollar schwere Konjunkturpaket Chinas soll vor allem die Binnenkonjunktur stärken, um zurückgehende Exporte auszugleichen. Die deswegen wieder gestiegene Risikoneigung an den Märkten hat laut Karpowitz nicht nur die Aktienbörsen beflügelt, sondern auch den Euro gestützt. Der Dollar hatte während der Finanzkrise immer wieder von der gestiegenen Risikoscheu profitiert.


Jüngste Dollar-Stärke noch nicht beendet
Nachdem der Euro zeitweise bis auf 1,2930 Dollar gestiegen war, gab er im Nachmittagshandel einen Teil seiner Gewinne wieder ab. «Die Bedeutung des chinesischen Pakets ist zunächst überschätzt worden», sagte Karpowitz. «Es ist sehr schwer zu beurteilen was China tatsächlich macht.» Derzeit spiele am Markt Regierungshandeln offenbar eine grössere Rolle als die tatsächliche Konjunkturentwicklung. So habe der am Freitag vorgelegte und katastrophal ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht am Markt keine Rolle gespielt. Die Kursverluste beim Dollar sind laut Karpowitz nur eine vorübergehende Korrektur, die jüngste Dollar-Stärke sei noch nicht beendet.


Referenzkurs auf 1,5133 Franken festgelegt
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81650 (0,80845) britische Pfund , 127,89 (124,29) japanische Yen und auf 1,5133 (1,4983) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 753,00 (735,25) Dollar gefixt. (awp/mc/ps/26)

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