Eurokurs gestiegen – Konjunkturzuversicht

«Nach einer turbulenten Woche ist vor dem Wochenende wieder der Konjunkturoptimismus zurückgekehrt», sagte Christian Melzer, Währungsexperte bei der DekaBank. Seit den am Donnerstagnachmittag überraschend gestiegenen Auftragseingängen der US-Industrie habe die Zuversicht wieder zugenommen. Insgesamt habe sich die Lage an den Finanzmärkten etwas entspannt und der Dollar werde weniger als «sicherer Hafen» gesucht. Zudem ist das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchertrauen im Juni höher als zunächst ermittelt ausgefallen und hat den höchsten Stand seit Februar 2008 erreicht.


Bessere Aussichten mittelfristig für den Dollar
«In Deutschland ist die Angst vor einer Deflation etwas gedämpft worden», sagte Melzer. Die Verbraucherpreise sind im Juni mit 0,1 Prozent zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Marktteilnehmer hätten indes einen Rückgang erwartet. Die Wahrscheinlichkeit einer Ausdehnung der «quantitativen Massnahmen» der EZB sei damit etwas gesunken. Mittelfristig sieht Melzer jedoch für den Dollar die besseren Aussichten, da die US-Wirtschaft schneller aus der Krise kommen dürfte.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85430 (0,85670) britische Pfund , 134,50 (134,34) japanische Yen und 1,5275 (1,5311) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 942,0 (937,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 21.580 (21.550) Euro. (awp/mc/pg/27)

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