Eurokurs gestiegen – Risikobereitschaft kehrt zurück

«Die wieder gestiegene Risikoneigung, die sich auch in den festeren Aktienmärkten zeigt, hat den Euro gestützt», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Das konjunkturelle Bild habe sich zuletzt etwas aufgehellt. So sind die Stimmungsindikatoren der EU-Kommission für den Monat April deutlich stärker als erwartet geklettert. Der Wirtschaftsstimmungsindex (ESI) ist von revidiert 64,7 Punkten auf 67,2 Punkte gestiegen. Dies ist die erste Erholung des Indikators seit Mai 2007. Volkswirte hatten mit 65,0 Punkten gerechnet.


US-Daten bewegen Markt kaum
Das im ersten Quartal stärker als erwartet geschrumpfte Bruttoinlandsprodukt in den USA hat den Markt hingegen kaum bewegt, sagte Rieke. Die Wirtschaft war im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 6,3 Prozent geschrumpft, nachdem Volkswirte einen Rückgang um 5,0 Prozent erwartet hatten. Positiv sei jedoch bewertet worden, dass die Lagerbestände stark zurückgegangen seien, sagte Rieke. Dies spreche für eine Erholung der Produktion im zweiten Quartal. Die US-Notenbank wird am Abend nach einhelliger Einschätzung von Beobachtern ihre Nullzinspolitik fortsetzen. Beachtung dürften jedoch Aussagen zur Konjunkturentwicklung finden.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89875 (0,89035) britische Pfund , 128,53 (125,08) japanische Yen und 1,5064 (1,5038) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 898,25 (891,00) Dollar gefixt. (awp/mc/pg/29)

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